Großer Tumult nach reichlich Alkohol

Symbolfoto

Meinerzhagen - Als sich drei 33, 32 und 28 Jahre alte Freunde aus Meinerzhagen am Vatertag vergangenen Jahres mit Bollerwagen und reichlich Bier auf den Weg machten, ahnten sie noch nicht, dass sie sich einige Monate später auf der Anklagebank des Meinerzhagener Amtsgerichts wiederfinden würden.

Doch genau dort traten die Männer jetzt dem Richter gegenüber. Am 14. Mai durchstreifte die Truppe zunächst gut gelaunt die Gegend. Gegen Abend ließen sie sich in einer Gaststätte in Valbert nieder. Dort wurde, wie bereits unterwegs, ordentlich Bier getrunken.

Kurz vor Mitternacht brach im Gastraum Tumult aus, in den auch die drei Angeklagten verwickelt waren. Dabei sollen die Männer das Personal angefasst und beleidigt, eine Scheibe eingeschlagen und auf Wirt und Wirtin losgegangen sein und diese verletzt haben.

Während sich die beiden jüngeren Angeklagten vor Gericht in Schweigen hüllten, erklärte der 33-Jährige, er und seine Freunde hätten auf dem Tresen rumgetrommelt und einige Gläser kaputt gemacht. Irgendwann sei eine Rangelei entstanden und der Wirt sei mit einem Schlagstock auf sie losgegangen.

Eine Angestellte des Lokals gab im Zeugenstand an, der 32-Jährige habe sie sehr obszön angesprochen, sei mit seinen Sprüchen immer weiter unter die Gürtellinie gegangen. Es sei zum Handgemenge unter den Gästen gekommen, woraufhin den Angeklagten zunächst weiteres Bier verwehrt worden war.

Später habe die Wirtin sie der Gaststätte verwiesen. Danach seien sie ungemütlich geworden, hätten die Chefin angegriffen und zu Boden gebracht.

Wer genau daran beteiligt gewesen war, konnte die Zeugin nicht sagen, da sie damit beschäftigt gewesen sei, andere Gäste davon abzuhalten, sich einzumischen.

Einer dieser Gäste erklärte vor Gericht, er habe genau gesehen, wie der 32-Jährige einen Hocker mit den Füßen voran durch eine Glasscheibe geworfen habe. Der Wirt erklärte schließlich, der 28-Jährige habe ihn angegriffen, woraufhin er dem Mann mit einem Schlagstock auf die Finger gehauen habe.

Ganz aufgeklärt werden konnte der Hergang im Rahmen der Verhandlung jedoch aufgrund einzelner Widersprüche in den Zeugenaussagen nicht.

Und so stellte der Richter die Verfahren gegen die bis dato nicht vorbestraften Männer schließlich gegen eine Zahlung von jeweils 500 Euro an die Geschädigten ein. Der 32-Jährige muss zudem die Kosten der inzwischen reparierten Scheibe in Höhe von 200 Euro übernehmen.

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