Projekte sollen die Stadt attraktiver machen

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Am Ende der Birkeshöhbrücke soll ein Kreisverkehrsplatz die Verkehrsströme neu verteilen. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die Mitglieder des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt haben das vorläufige Maßnahmenkonzept und das mittelfristige Förderprogramm für Regionale-Projekte in Meinerzhagen vom Grundsatz her gebilligt. Die Beschlussempfehlung an den Rat fiel bei drei Enthaltungen aus den Reihen von UWG und Grünen einstimmig aus.

Für verschiedene Starterprojekte, insbesondere Maßnahmen im Bereich des Bahnhofsumfeldes und Volksparks, soll ein Städtebauförderungsantrag schon für das kommende Jahr 2012 gestellt werden.

Bürgermeister Erhard Pierlings hatte zu Beginn der Beratung erneut die Bedeutung des Regionale-Projekts „Oben an der Volme“ hervorgehoben. „Darin steckt eine große Zukunftschance. Wir können hier mit erheblicher Förderung durch das Land etwas auf den Weg bringen, was wir ansonsten nicht schaffen würden.“

Stadtplaner Hans-Joachim Hamerla vom renommierten Düsseldorfer Büro ASS, der mit seinem Team im Auftrag der beteiligten Volmetalkommunen Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle die konzeptionelle Begleitung und Leitung des Regionale-Projekts übernommen hat, erläuterte in einem Kurzreferat wesentliche Eckpunkte für die Maßnahmen, die in Meinerzhagen geplant sind. Er unterstrich, dass die Chancen auf Fördermittel vom Land vor allem für die im Konzept enthaltenen Starterprojekte außerordentlich gut seien. Es gebe nach intensiver Abstimmung mit den zuständigen Stellen beim Land und der Arnsberger Bezirksregierung dafür eindeutige Signale. Nach Lage der Dinge sei fest davon auszugehen, dass das Volmetal-Projekt den für eine Förderung erforderlichen dritten Stern durch die Regionale-Kommission erhalten werde.

Bereits im kommenden Jahr, so zeigte sich Hamerla optimistisch, könnten die geplanten Maßnahmen rund um den Bahnhof und den Volkspark in Angriff genommen werden. Das sei mit Blick auf die für Dezember 2013 verbindlich terminierte Wiederaufnahme des Schienenpersonenverkehrs zunächst bis Meinerzhagen auch unbedingt anzustreben. Entsprechend seien die hiermit in Zusammenhang stehenden Maßnahmen, wie Ausbau des Bahnhofs und Busbahnhofs zur modernen Verkehrsstation mit Radstation, dem Bau einer Fußgängerbrücke als behindertengerechte und verkehrssichere Verbindung zwischen Bahnsteig, Busbahnhof und dem auf der Nordseite geplanten Park & Ride-Parkplatz und in Richtung Bamberg/Gymnasium, als Starterprojekte vorgesehen. Das gelte auch für die Neugestaltung der Wegesituation im Volkspark. Aktuell werde noch geprüft, ob auch der Erwerb der Villa und deren geplante neue Nutzung als ein Haus der Kultur mit in diesen ersten Abschnitt der geplanten Umsetzung einbezogen werden könne.

Das angestrebte sogenannte „Programm Urbanität“ mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen zur Stärkung der Zentralität und Attraktivität der Innenstadt Meinerzhagens ist für einen späteren Zeitpunkt, beginnend 2014, terminiert. Ein Kernpunkt dabei soll die Umgestaltung des gesamten Stadthallenumfeldes sein.

Hamerla warb hier insbesondere auch für das Planungskonzept, wonach am Ende der Birkeshöhbrücke ein Kreisverkehr entstehen soll, über den der Verkehr Richtung Volmestraße/B 54 künftig hinter der Stadthalle vorbei Richtung Hit-Markt geführt werden solle. Vor der Stadthalle auf der bislang vierspurigen Straße sollen nur noch Busse verkehren, ansonsten der frei werdende Raum für einen zentralen Platz mit dann offen gelegter Volme attraktiv ausgestaltet werden.

Für den Zeitraum ab 2015 im vorläufigen Maßnahmenkatalog enthalten ist dann noch das Schanzenprojekt unter dem Arbeitstitel „Balkon zum Sauerland.“

Volkmar Rüsche für die CDU-Fraktion erklärte, dass man insbesondere hinsichtlich dieses Schanzenprojektes noch große Bedenken habe. Auch was die Umgestaltung des Stadthallen-Areals angehe, bestehe noch Diskussionsbedarf. Man wolle nun aber zunächst vom Grundsatz her grünes Licht geben, um die Förderanträge stellen zu können. Wichtig sei aber die klare Zusage, dass über jedes einzelne Projekt noch im Detail beraten und endgültig entschieden werden müsse.

„Wir sagen ebenfalls Ja, um nicht irgendwelche Türen zuzuschlagen. Das Konzept ist gut und geeignet, Meinerzhagen attraktiver zu machen“, fasste Gaby Cordt die Haltung der SPD zusammen.

Anke Wiebrock für die UWG gab zu bedenken: „Das sieht alles gut aus, aber können wir uns das auch wirklich leisten?“

Thomas Sanden für die FDP formulierte es so: „Wir sehen in der Regionale eine große, wenn nicht die letzte Chance für Meinerzhagen, attraktiver zu werden.“ ▪ -fe

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