Projekt „Südumgehung“ geht in die Endphase

Die Südumgehung ist das zurzeit größte Landesstraßenbauprojekt in Südwestfalen. ▪ Archivfoto

MEINERZHAGEN ▪ In der nächsten Sitzung des Regionalrates der Bezirksregierung Arnsberg geht es am kommenden Donnerstag auch um Straßenbauprojekte und den Bau von Radwegen. Vorgelegt wird dabei die aktualisierte Prioritätenliste des Landesbetriebs Straßen NRW, in der auch Ausbauprojekte enthalten sind, die das Stadtgebiet Meinerzhagen betreffen.

Aufgeführt wird als zurzeit größtes Landesstraßenbauprojekt in Südwestfalen die Südumgehung Meinerzhagen (Landstraße 306n). Hier steht für 2012 die Fertigstellung mit der Herstellung des Anschlusses der Südumgehung an die Autobahn und deren Verknüpfung mit der B 54 und der L 539 an. Die bislang für die im September 2004 mit dem ersten Bauabschnitt begonnene Großbaumaßnahme angefallenen Kosten werden einschließlich dieses Jahres mit 18,818 Millionen Euro angegeben. Auch die mit 1,956 Millionen Euro kalkulierte Restfinanzierung für die noch anstehenden Arbeiten im kommenden Jahr ist gesichert. Damit dürften die Gesamtkosten für die Südumgehung mit 20,774 Millionen Euro deutlich unter dem beim Baubeginn geschätzten Volumen von 24 Millionen Euro liegen. Nicht enthalten sind allerdings darin die Kosten, die Stadt Meinerzhagen für Kanalbau im Bereich Schnüffel/Heerstraße und für Lärmschutz in der Ortslage Fumberg aufzubringen hatte.

Auf der Prioritätenliste für weitere Baumaßnahmen sind zwei weitere Projekte enthalten: Die auf Kosten von rund 808 000 Euro geschätzte Erneuerung der Ortsdurchfahrt der Landstraße 709 in Hunswinkel rangiert dabei auf Platz 15 der Liste. Auf Platz 27 der aktualisierten Liste folgt der Ausbau der Landstraße 707 von Hunswinkel bis zur Einmündung in die Landstraße 708. Hierfür sind Gesamtkosten von 2,147 Millionen Euro kalkuliert. Für beide Maßnahmen sind planerische Vorentwürfe in Arbeit. Der genaue Zeitpunkt für die Realisierung der Maßnahmen steht derzeit noch nicht fest und ist im Wesentlichen auch von der Mittelbereitstellung durch das Land abhängig.

Als sogenannte „weitere zu betrachtende Maßnahmen“ und damit zumindest der Aussicht, demnächst ebenfalls in den Ausbauplan des Landes aufgenommen zu werden, sind diese beiden Straßenabschnitte aufgeführt:

• Zum einen der Ausbau der L 694 zwischen Meinerhagen Drögenpütt und der Ortslage Werkshagen mit geschätzten Kosten von 1,278 Millionen Euro

• sowie die Erneuerung der L 528 zwischen Hahnenbecke und Gräfingsholz mit geschätzten Kosten von ebenfalls 1,278 Millionen Euro.

Auf der Prioritätenliste für Radwegebau an bestehenden Landstraßen ist ein im Rahmen der Regionale 2013 geplantes Vorhaben im Listertal aufgeführt: Es geht um den Listertalsperrenradweg, der von der L 708 Attendorn/Schnüttgenhof bis zum Abzweig der L 707 im Bereich Hunswinkel angelegt werden soll. Dieses Projekt ist auf Rang 4 der Liste und damit ganz weit oben gesetzt. Es wird mit Gesamtkosten von rund 1,440 Millionen Euro gerechnet. Weiter unten, auf Platz 15, steht die Anlegung eines Radweges entlang der L306 vom Abzweig der Straße Im Tempel bis zur Kreisgrenze am Flugplatz. Diese Maßnahme ist mit 450 000 Euro kalkuliert worden.

Von Horst vom Hofe

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