Projekt „Schmiederad“ wird zu einem vollen Erfolg

Grundschüler gingen in den „bestausgestatteten Bobby-Cars“ an den Start und gaben dabei richtig „Gas“. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Als vollen Erfolg werteten alle Beteiligten das „Projekt Schmiederad“, mit dem die enge langjährige Zusammenarbeit der Realschule und der Firma Otto Fuchs jetzt eine neue Dimension erreichte. 14 Schüler des Technikkurses hatten in drei Wochen Leichtmetallfelgen hergestellt und dabei die Arbeitswelt und ihre Anforderungen im Betrieb kennengelernt.

Die Erzeugnisse aus Schülerhand wurden am Donnerstag in der Realschule vorgestellt und bei einem Rennen mit Bobby-Cars, die heimische Autohäuser für dieses Projekt zur Verfügung gestellt hatten, getestet.

Die Lücke zwischen Theorie und Praxis sollte dieses Projekt schließen, erläuterte Schulleiter Regali. Während heute eine hohe Zahl Auszubildender ihre Ausbildung vorzeitig abbrächen, jeder sechste zwischen 20 und 30 Jahren keinen Abschluss nachweisen könne, suchten gleichzeitig zahlreiche Unternehmen qualifizierte Mitarbeiter und Fachkräfte, um in der weltweiten Konkurrenz bestehen zu können. Der Kooperationsvertrag und der Gedankenaustausch mit der Firma Otto Fuchs, die auch immer wieder Betriebspraktika für Schüler anbiete, helfe der Schule, die Anforderungen der Unternehmen zu erkennen und die Schüler entsprechend vorzubereiten, sagte der Schulleiter. Besonders dankte er neben den Mitarbeitern von Otto Fuchs dem Techniklehrer Reinhard Schultz, der an der Vorbereitung des Projektes maßgeblich beteiligt war, sowie den Vertretern der Autohäuser, die die Bobby-Cars beigesteuert hatten: Jürgen Sorgler, Michael Knabe, Christian van Eyk von AKG Automobile und Oliver Klimke vom Autohaus Jürgens. Den an diesem Projekt Beteiligten bescheinigte er hervorragende Leistungen.

Ebenso Stefan Laartz von der Partnerfirma. Mit diesem Lernmodul, wolle man außerdem bei den Schülern die Faszination für Technik und die Motivation für eine naturwissenschaftlich mathematische Richtung wecken.

Die Schüler Sven Albrecht, Martin Bosche, Mark Steinke und Christian Hirten erläuterten den Ablauf des Projektes in einer Power-Point-Präsentation. Sie erklärten die einzelnen Arbeitsschritte, vom Design über die Planung und Entwicklung bis zur Herstellung der Leichtmetallfelgen. Auch ihr Urteil fiel positiv aus. Sie begrüßten die Verbindung von Theorie und Praxis. Endlich habe man Gelerntes auch zur Anwendung bringen können. Und Sven Albrecht kommentierte: „Ich fand's toll, mal drei Wochen wie ein Arbeiter zu leben.“ Vorbereitet und unterstützt wurden die Schüler bei ihrer Arbeit von den Auszubildenden der Firma Otto Fuchs, die das Projekt ebenfalls als „großen Erfolg“ werteten.

Dann gingen die „bestausgestatteten Bobby-Cars“, so Stefan Laartz, vor der Realschule, zu einem Wettrennen an den Start. Schüler der Grundschule hatten sich als Fahrer zur Verfügung gestellt und gaben auf dem Parcours, angefeuert von den Zuschauern, richtig „Gas“. Aber das Rennen fand ein schnelles Ende, denn schon in der zweiten Runde verloren zwei Wagen ihre Räder. Hier hatten die Hersteller das Gewinde der Radaufhängung nicht beachtet.

Doch Stefan Laartz nahm's mit Humor als konstruktive Kritik: „Das zeigt uns, dass wir die Produkte beim nächsten Mal häufiger testen müssen.“ Siegreich zeigte sich letztlich das Mercedes-Team, das mit einer hübschen und praktischen Fuchs-Uhr belohnt wurde. ▪ luka

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