In Schleifkotten herrscht Stillstand

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Die Gebäude sind abgerissen, der Bauschutt ist abtransportiert. Jetzt müssen noch Altlasten entsorgt werden. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Mittlerweile sind seit dem Abbruch des Gebäudes in Schleifkotten und der Beseitigung des angefallenen Bauschutts einige Wochen vergangen.

Bekanntlich hatte der Märkische Kreis aus dem Regionale-Projekt „Ein Kreis packt aus“ Mittel zum Ankauf des Gebäudes nebst Grundstück bereitgestellt, um in diesem Bereich die Volme zu renaturieren. Das Land gewährte hierzu entsprechende Zuschussmittel in Höhe von 70 bis 90 Prozent.

Davon sollten hauptsächlich die Projektplanung, die Kosten des Grunderwerbs mitsamt Gebäuden in Höhe von rund 213 000 Euro, die Abbruchkosten von geschätzten 60 000 Euro und rund 30 000 Euro für die Verlegung der Volme bestritten werden. Die Stadt Meinerzhagen und der Kreis einigten sich darüber hinaus im Rahmen einer Übereinkunft, die nicht geförderten Aufwendungen zu teilen.

Nachdem die eigentlich Abbrucharbeiten zügig abliefen, stoppte ein Altlasten-Problem – welches in der vorgefundenen Dimension nicht vorhersehbar war – den weiteren Fortgang der Maßnahme (MZ berichtete).

Nachdem der Märkischen Kreis als Träger der Maßnahme und gleichzeitig auch als für den Gewässerschutz zuständige Behörde den weiteren Ablauf der Arbeiten mit der Bezirksregierung abgestimmt hatte, konnten die Mitarbeiter des Nachrodter Unternehmens S. Müller Mitte Februar ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Dabei ging es zunächst jedoch lediglich noch um den Abriss des Nebengebäudes und den Abtransport des Bauschutts vom Grundstück. Danach sollten die Bodenverunreinigungen, die durch ein über viele Jahre auf dieser Fläche ausgeübtes Gewerbe entstanden sind (Schleifkotten), beseitigt und fachgerecht entsorgt werden.

Seitdem st „offensichtlich“ nichts geschehen. Das beauftragte externe Fachbüro hat allerdings in der Zwischenzeit eine Berechnung der „Entsorgungskosten“ vorgenommen. Diese sind im Nachgang zum ursprünglichen Förderantrag der Bezirksregierung zugeleitet worden. Eine entsprechende Gewährung eines „erweiterten“ Zuschussbetrages ist von dort avisiert.

„Wir gehen davon aus, dass die Maßnahme im Präsentationsjahr der Regionale 2013, also im Jahr 2014, fertiggestellt ist“, so Uwe Sieg, vom Märkischen Kreis auf Nachfrage der MZ. Gelingt dies, wäre die Volme mit ihrem Bachbett dann wieder dort, wo sie hingehört: An der tiefste Stelle im Tal.

Im Rahmen des Projektes „Ein Kreis packt aus“ hat der Märkische Kreis bereits einige Gewässer renaturiert und so freilegt, dass sie für die Menschen wieder „erlebbar“ sind. Ein Zustand, der durch die intensive Nutzung der Wasserkraft durch den Menschen in der Vergangenheit an den Flüssen und Bächen im Märkischen Kreis nicht mehr allzu häufig vorhanden ist. ▪ jjh

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