Lage für Flüchtlinge spitzt sich zu

Fachbereichsleiter Hans-Erich Schmidt rechnet mit weiteren Flüchtlingen- - Archivfoto: MZ

Meinerzhagen - Die Lage für die Flüchtlinge in Meinerzhagen spitzt sich zu: Mittlerweile sind in der Volmestadt etwa 160 Menschen aus aller Welt untergekommen – Tendenz steigend. Und die Zahl der Personen, die Zuflucht suchen, sorgt entsprechend für Platzprobleme.

Von Frank Zacharias

„So langsam wird es eng“, sagt denn auch Hans-Erich Schmidt, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales im Rathaus.

Als erste Konsequenz musste der Gymnastikraum über der Kleinschwimmhalle an der Genkeler Straße übergangsweise als Quartier für die Flüchtlinge eingerichtet werden. Übungsgruppen, die sich dort regelmäßig treffen, müssen ihre Einheiten entsprechend verlegen oder absagen – allerdings nur für einen kurzen Zeitraum, wie Schmidt im Gespräch mit der MZ erklärte: Für die kommenden Tage rechnet er mit der Wiedereröffnung des Flüchtlingsheimes an der Immecker Straße, dessen Sanierung sich länger hinzog als zunächst geplant.

„Natürlich sind die Bedingungen im Gymnastikraum alles andere als optimal“, blickt der Fachbereichsleiter hoffnungsvoll auf den Einzug der vor allem männlichen Immigranten an der Immecker Straße, der auch für eine Entspannung der Situation in der Notunterkunft Wilkenberg sorgen könne. Wie lange diese Entspannung anhält, ist allerdings unklar. Mit einem Ende des Flüchtlingsstroms rechnet Hans-Erich Schmidt nämlich nicht. „Daher sind wir glücklich über jeden, der freie Räume zur Verfügung stellen kann“, sagt er. Dabei spiele die Größe der Zimmer keine Rolle. „Für eine Mutter mit zwei Kindern suchen wir zum Beispiel dringend eine Unterkunft. Die braucht natürlich keine riesige Wohnung“, so Schmidt. Ein erster Aufruf vor einigen Wochen habe leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht. „Wir hatten nur eine Rückmeldung – und als wir die Wohnung dann anfragten, war sie bereits wieder vermietet“, erinnert sich der Fachbereichsleiter, der umso glücklicher darüber ist, dass die Meinerzhagener Baugesellschaft circa 20 Wohnungen zur Verfügung gestellt habe: „Sie hat zum Glück ganz unkompliziert geholfen.“

Was allerdings mittel- bis langfristig nicht ausreichen dürfte. Daher hofft die Stadt weiterhin auf Wohnungseigentümer, die ihre leer stehenden Räume zur Verfügung stellen können. Interessenten können sich mit Verwaltungsmitarbeiterin Silvia Markus, Tel. 0 23 54 / 7 71 50, oder Fachbereichsleiter Hans-Erich Schmidt, Tel. 0 23 54 /7 71 30, in Verbindung setzen.

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