Marienheide-Meinerzhagen

Baustellen: Wohl keine Bahneröffnung im Dezember

Nur eines von derzeit noch vielen Provisorien und nicht abgeschlossenen Baustellen entlang der Bahnstrecke von Meinerzhagen Richtung Köln: Der Behelfsbahnsteig aus Holz. -  Foto: vom Hofe

MEINERZHAGEN -  Neue und am Ende dann doch nicht mehr ganz überraschende Entwicklungen gibt es in Sachen Wiedereröffnung der Bahnstrecke zwischen Marienheide und Meinerzhagen. Jetzt steht es fest: Der Termin zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember lässt sich wohl nicht halten.

Von Horst vom Hofe

Hauptgrund dafür sind noch nicht abgeschlossene größere Umbaumaßnahmen auf der Strecke zwischen Gummersbach und Overath, wo zurzeit noch der Bahnverkehr ruht. Das bestätigte auf Anfrage der MZ Pressesprecher Uli Beele vom Nahverkehrsverband Westfalen-Lippe.

Meinerzhagens Bürgermeister Erhard Pierlings zeigte sich in einer ersten Reaktion enttäuscht und gab folgendes Statement ab: „Nach allerjüngsten, offiziell noch nicht endgültig bestätigten Informationen wird die Bahn große Probleme haben, den Schienenverkehr von Meinerzhagen über Gummersbach nach Köln wie geplant vom 15. Dezember dieses Jahres ab zu gewährleisten. Die Gründe dafür liegen in offenbar bis dahin nicht fertigzustellenden Arbeiten vor allem im Bereich des Bahnhofs Gummersbach. Dies wiederum muss jetzt dazu führen, die hier schon bestens vorbereitete und geplante Veranstaltung zur Wiederaufnahme des Schienenverkehrs am Samstag, 14. Dezember 2013, abzusagen. Das ist wirklich zu bedauern. Wir hätten gerne dieses schöne Ereignis mit der Bürgerschaft und einem ansprechenden Programm gefeiert. Jetzt besteht aber die Gefahr, dass wir alles vorbereiten, um es dann vielleicht doch kurzfristig wieder absagen zu müssen. Wir hätten dann den Schaden, bräuchten uns allerdings um den Spott nicht mehr zu sorgen. Wie es heißt, soll der Fahrplanwechsel die Bahnverbindung nach Gummersbach zwar bringen, möglicherweise aber zunächst einmal nur mit einem Schienenersatzverkehr, also mit dem Bus. So bleibt Hoffnung und vielleicht auch Freude, das Fest zur Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Schiene nach Gummersbach und nach Köln zum späteren Zeitpunkt, hoffentlich dann im kommenden Frühjahr, doch noch feiern zu können.“

Michael Dubbi, Geschäftsführer des Zweckverbandes Ruhr-Lippe, bestätigte auf Anfrage, dass der Eröffnungstermin tatsächlich akut gefährdet sei. Er warte derzeit aber immer noch auf eine konkrete Erklärung der Deutschen Bahn. Er habe immer noch die Hoffnung, dass es zum Fahrplanwechsel ab dem 15. Dezember, „in welcher Form auch immer“, zu einer Aufnahme des Verkehrs zwischen Meinerzhagen und Marienheide kommen werde, so Dubbi.

Noch vor wenigen Wochen hatten sich Vertreter der Bahn zuversichtlich gegeben, die zurzeit laufenden Baumaßnahmen auf der rheinischen Seite zwischen Overath und Marienheide termingerecht abwickeln zu können. Die Insolvenz einer hierbei eingesetzten Firma brachte dann allerdings den ohnehin eng gesteckten Terminplan endgültig ins Wanken. Betroffen ist hier insbesondere der Bereich des Bahnhofs Gummersbach, wo mit Blick auf den künftigen Verkehr bis Meinerzhagen umfangreiche bauliche Veränderungen an den Gleisen und der Signaltechnik vorgenommen werden. Seit dem 22. Juli gibt es in diesem Bereich auf der Regionalbahnstrecke 25 nur einen Schienenersatzverkehr mit Bussen.

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