Gebäudekomplex gekauft

Investor kauft Jugendherberge im MK - und hat große Pläne

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Ein Baum wurde gefällt, eine provisorische Schranke versperrt die Zufahrt – an und in der ehemaligen Jugendherberge an der Bergstraße soll jetzt renoviert werden.

Meinerzhagen - Anfang 2016 kam das Aus: Das Deutsche Jugendherbergswerk schloss die Meinerzhagener Jugendherberge an der Bergstraße. Sinkende Übernachtungszahlen und dringend nötige Investitionen führten zum Ende der Einrichtung. Seitdem steht das Haus leer.

Ein privater Investor aus der Volmestadt hat den Gebäudekomplex inzwischen gekauft. Bald soll renoviert werden. 

Die Geschichte der ehemaligen Jugendherberge ist wechselvoll. Mehrere Herbergsväter hatten zuletzt versucht, die Einrichtung kostendeckend zu betreiben. Das war offensichtlich nicht mehr möglich. Ende 2015 und Anfang 2016, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle, wurde aus dem Gebäude dann eine Landeseinrichtung für Flüchtlinge. Als die nicht mehr benötigt wurde, schloss die Herberge ihre Pforten. Hoffnung auf eine sinnvolle Nachnutzung keimte auf, als die Investorengemeinschaft aus Gelsenkirchen, die das „Quartier der Generationen“ in der ehemaligen Hauptschule an der Genkeler Straße realisierte, das Gebäude kaufte. Ein Hospiz sollte an der Bergstraße entstehen. Daraus wurde allerdings nichts. 

Vor etwa einem Jahr folgte dann das bislang letzte Kapitel: Ein Privatmann aus Meinerzhagen, der namentlich noch nicht genannt werden möchte, erwarb die Gebäude samt Grundstück von der Investorengemeinschaft. Und er hat Pläne, wie es weitergehen soll. In den vergangenen Monaten ist allerdings noch nicht viel passiert. Für jeden sichtbar: Ein großer Baum wurde gefällt, eine provisorische Schranke verhindert das Befahren des Parkplatzbereiches. „Diese Absperrung wird bald durch eine dauerhafte Lösung ersetzt“, kündigt der Volmestädter an. Und auch an den Gebäuden selbst möchte der Besitzer Hand anlegen, sobald der Winter vorüber ist. 

Wenn einmal alles hergerichtet ist, gibt es auch einige Ideen für die Nutzung: „Meine Familie und ich überlegen mehrere Alternativen. Eine davon geht in Richtung christlich geführtes Seniorenheim. Aber auch für christliche Freizeiten wäre das Haus geeignet.“ Zunächst sollen aber Mieter einziehen, damit das Gebäude nicht mehr leer steht. „Als Wohnung eignen sich die ehemaligen Räumlichkeiten der Herbergsleiter. Und im unteren Geschoss gibt es noch drei große Zimmer, in denen einst wohl die Zivildienstleistenden untergebracht waren. Auch diese Räume möchten wir renovieren und vermieten“, plant der Eigentümer.

Er weiß aber genau, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis die notwendigen Instandsetzungsarbeiten erledigt sind. Zuletzt habe man eine Undichtigkeit am Dach beseitigt. Jetzt gehe es auch darum, auch auf dem Komplex wieder Ordnung zu schaffen. „Wenn das alles geschafft ist, könnte das Haus auch als Veranstaltungsort beispielsweise für private Feiern zur Verfügung stehen. Etwa 100 Personen können untergebracht werden. Die Lage ist wirklich gut“, ist der Investor zuversichtlich, die Traditionseinrichtung über kurz oder lang wieder mit Leben füllen zu können.

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