Evangelische Gemeinden loten engere Zusammenarbeit aus

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„Wir werden sehen, wie sich das alles entwickelt“, sieht Pastor Klaus Kemper-Kohlhase die evangelischen Gemeinden erst am Beginn des Prozesses. 

Meinerzhagen - Man möge „aktiv in den Findungsprozess für mögliche Kooperationsräume über Gemeindegrenzen hinweg eintreten“. Das regte Superintendent Klaus Majoress kürzlich bei der Kreissynode des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg an.

Konkret könnte das bedeuten: Bündelung der Kräfte auch in den Gemeinden Meinerzhagen und Valbert. Ein erstes Zeichen für eine Zusammenarbeit setzen die Presbyterien an Volme und Ihne bereits am Wochenende. Pastor Klaus Kemper-Kohlhase: „Am Freitag trifft sich das Meinerzhagener Presbyterium zu einer Klausurtagung in Haus Nordhelle. Dort werden die Teilnehmer auch übernachten. Am Samstag kommt dann das Valberter Presbyterium hinzu. Anschließend geht es für beide Presbyterien darum, sich näher kennenzulernen und die Beziehungen zu vertiefen.“ 

Auch der Superintendent sieht generell eine Notwendigkeit zur verstärkten Zusammenarbeit. „Aus geistlicher und theologischer Verantwortung heraus“ müsse man sich damit beschäftigen, wie die Gemeinden in Zukunft gestaltet werden sollen, meint Majoress. Der Kirchenkreis selbst will dazu im nächsten Jahr einen Werkstatttag unter Begleitung eines Experten anbieten. 

Viel Konkretes gibt es zu den Kooperationsräumen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. „Die ganze Thematik ist erst seit zwei Synoden auf dem Tisch“, erläuterte Klaus Kemper-Kohlhase. Er verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass es in Meinerzhagen und Valbert in einigen Bereichen bereits eine Zusammenarbeit gebe: „In der Jugendarbeit beispielsweise, wo Jugendreferentin Christine Ritterbusch jeweils zur Hälfte in Meinerzhagen und Valbert aktiv ist.“ Ein weiterer Berührungspunkt sei das Wilhelm-Langemann-Haus, wo sowohl Meinerzhagener als auch Valberter Geistliche seelsorgerische Aufgaben übernehmen würden. 

Ein Aspekt der Diskussion über Kooperationsräume könnte auch die Anzahl der Pfarrstellen betreffen. Ob es auch hier Gestaltungsraum gibt, wird wohl ebenfalls auszuloten sein. Man sei aber erst am Anfang der Diskussionen. „Wir werden sehen, wie sich das alles entwickelt“, weiß auch Pfarrer Kemper-Kohlhase nicht genau, wo der Weg der evangelischen Gemeinden Meinerzhagen und Valbert genau hingeht.

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