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Alles wird teurer - auch der neue Gerätewagen

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Von: Frank Zacharias

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 der Gerätewagen Wasserrettung des Löschzugs Haustadt
In die Jahre gekommen: der Gerätewagen Wasserrettung des Löschzugs Haustadt. Er soll ausgetauscht werden. © Feuerwehr Meinerzhagen

Die Preisspirale dreht sich munter weiter – und stellt nicht nur Privatpersonen, sondern auch Kommunen vor große Herausforderungen. Investitionen, die eigentlich erst im kommenden Jahr vorgesehen waren, werden daher schon vorgezogen, um nicht weitere Preisanstiege in Kauf nehmen zu müssen.

Meinerzhagen - Nachdem die Stadtverwaltung bereits in der vergangenen Ratssitzung die Erneuerung der IT im Rathaus beschleunigt hatte (wir berichteten), geht es jetzt um die für 2023 ohnehin geplante Anschaffung eines neuen Gerätewagens zur Wasserrettung (GWW).

Seit 1996 tut das aktuelle Fahrzeug des Löschzugs Haustadt seinen Dienst. Nicht ohne Grund, denn: Zum Einzugsgebiet des Löschzugs gehört auch die Listertalsperre. Nach 26 Jahren steht nun eine Neuanschaffung an, die bereits im Etat 2023 fest eingeplant war.

Eingeplante Kosten sind nicht mehr zu halten

Insgesamt sollte sich die Investition auf 230 000 Euro belaufen, von denen 90 000 Euro im Jahr 2023 und weitere 140 000 Euro im Jahr 2024 zur Verfügung stehen. Doch noch bevor der Haushalt 2023 überhaupt verabschiedet werden konnte (am Montag tagt dazu der Rat in der Stadthalle), ist dieser Preis nicht mehr zu halten.

Wie die Verwaltung berichtet, liegen mehrere Angebote für einen neuen Gerätewagen vor. „Aufgrund der drastischen Preisentwicklung auf dem Markt ist der kalkulierte Anschaffungspreis schon jetzt nicht mehr zu halten“, heißt es dabei. Statt der geplanten 230 000 Euro müssten demnach 247 000 Euro eingeplant werden – und das auch nur, falls man schnell genug handelt.

Preisbindung endet bald

Die Preisbindung der Angebote sei nämlich befristet bis zum 31. Dezember 2022. Und so soll der Bau- und Vergabeausschuss bereits am 13. Dezember über die Auftragsvergabe entscheiden, was aber nur nach Zustimmung zu dieser außerplanmäßigen Ausgabe für 2022 durch den Rat am kommenden Montag erfolgen kann. Eile ist geboten, da laut Hersteller ab dem 1. Januar 2023 eine weitere, deutliche Preissteigerung von 10 bis 15 Prozent zu erwarten sei. Um diese weitere Preissteigerung zu umgehen, beabsichtigt die Verwaltung die Vergabe des Auftrages noch in diesem Jahr.

Das heißt allerdings nicht, dass der Löschzug sich bereits im kommenden Jahr über den neuen Gerätewagen für die Wasserrettung freuen darf: Die Lieferzeit beträgt nämlich zwölf Monate – doch mit einer Auslieferung im Dezember 2023 rechnet die Verwaltung aufgrund der aktuellen Lieferengpässe nicht.

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