Sexy Girls und heiße Schlitten: BMW-Fans bekommen viel zu sehen

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Meinerzhagen - Tiefer gelegte, auf Hochglanz polierte, mit Chrom und Airbrush verschönerte, laute, alte und schnelle BMWs lockten am Samstag mehr als 1000 Autoliebhaber zum Meinerzhagener Flugplatz.

„Das wollten wir uns eigentlich nicht noch einmal antun“, scherzte der Organisator des BMW Power-Days 2019, Olivier Fourcade. Bereits 2006 fand diese Veranstaltung in Köln statt. „Damals kamen mehr als 1000 Autos und 2500 Besucher. Und das bei 35 Grad. Es war der Horror.“ Am Samstag konnten jedoch Besucher und Veranstalter mit dem BMW Power-Day zufrieden sein.

Rund 500 BMW-Besitzer hatten ihre gepflegten und getunten Karossen in der Hoffnung auf einen der 70 Pokale ausgestellt. Darunter sowohl liebevoll restaurierte Oldtimer aus den 1950er-Jahren und sündhaft teure Sportwagen, als auch Boliden aus aktuellen Rennserien. 

Fürs Auge eines jeden Fahrzeugenthusiasten waren die chromglänzenden und mit viel Liebe zum Detail hergerichteten Autos wohl ebenso ein Hingucker, wie auch die beiden leicht bekleideten Damen, die den Gefährten eine besonders sinnliche Wäsche zukommen ließen. 

Heißer BMW Power Day in Meinerzhagen

Aber auch die Ohren sollten nicht zu kurz kommen: Mit dem Dezibel-Messgerät wurden die lautesten Auspuff- und Musikanlagen ermittelt. Dabei wurde auch gerne mal der Lärmpegel eines startenden Düsenjets locker in den Schatten gestellt. Der Düsseldorfer Fabian hat seinem aufgemotzten BMW den Namen „Leo“ gegeben, weil er beim Gasgeben schreit wie ein Löwe. Wie viel Dezibel seine Auspuffanlage hergibt, möchte Fabian nicht verraten: „Sie ist jedenfalls sehr laut. Alles ist aus Titan gefertigt und der Motor bringt 450 PS.“ 

Florian aus Marl kann die Leistung noch toppen: „Es ist wohl das schnellste Auto hier auf dem Platz. Ich habe ein halbes Jahr und über 15 000 Euro in das Tuning investiert“, erklärt er nicht ohne Stolz. Der 700 PS starke Motor bringt den M3 V8 auf 370 km/h. 

Etwas gemächlicher ist Jost-Martin Dahlhaus mit seinem BMW aus dem Jahr 1936 unterwegs. „Ich habe ihn vor über 20 Jahren mit dem Versprechen gekauft, die Tochter des ehemaligen Besitzers bei ihrer Hochzeit damit zur Kirche zu fahren“, erinnert sich der Rönsahler. „Ich hätte es natürlich gemacht, aber er hat sich bis heute leider nicht mehr gemeldet“.

Aus Freiberg in Sachsen ist Erik mit seinem „Deadpool“ angereist. „Ich liebe diesen Film, deshalb habe ich den Wagen zu diesem Thema umgebaut“, präsentiert Erik seinen in Rot und Schwarz umgestylten Wagen. Limbo mit dem Auto? Auch das gibt es! Während sich Tänzer möglichst klein machen, um unter der Limbo-Stange hindurchtanzen zu können, müssen die Autos einfach nur möglichst tief gelegt sein. Im Straßenverkehr mag das nicht immer sehr hilfreich sein, beim Car-Limbo schon. 

Auf der Händlermeile boten außerdem 16 Firmen Zubehör für die blau-weiße Automarke an und für die Mini-Fahrer nebst ihrer kleineren Fahrzeuge gab es eine spezielle Abteilung und eine eigene Pokalvergabe. 

Doch die Tuningszene hat sich in den vergangenen Jahren verändert, weiß Olivier Fourcade: „Es gibt immer noch eine riesige Szene, aber die besteht nicht mehr in erster Linie aus Leuten, die ihren Polo in der eigenen Garage aufgemotzt haben, sondern es hat sich alles etwas mehr in den High-End-Bereich verlagert.“ Die „neuen“ Tuner seien nicht mehr wie früher bei den jüngeren Autofahrern zu suchen, weiß der Experte, sondern sind meist über 40 und investieren sehr viel Geld in kostspielige Tuningmaßnahmen bei teuren Autos. Tuning ist halt ein teures Hobby.

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