Pop-Nacht sorgt für voll besetzte EGM-Aula

Die Band eröffnete die Pop-Nacht mit drei Stücken, später war sie auch gemeinsam mit dem Chor zu hören.

Meinerzhagen - Ein sternenklarer Himmel und ein fast voller Mond – beste Voraussetzungen also für eine Reise durch die Nacht. Dazu hatten die Musiker, Sängerinnen und Sänger des Evangelischen Gymnasium für Freitagabend eingeladen. Kaum jemand wollte sie verpassen, und so war das Reiseabteil, sprich, die Aula der Schule, voll besetzt.

Von Luitgard Müller

Die Schüler wollten die vielen Gesichter der Nacht aufzeigen – schließlich ist die nicht nur zum Schlafen da. Sie kann zur inneren Einkehr oder zum ausgelassenen Feiern und für Begegnungen mit anderen genutzt werden. Träume, aber auch Traumata, klärende oder quälende Gedanken und nicht zuletzt Erotik und Liebe – erfüllte oder sehnsüchtige – können sie beherrschen. Das Konzept zur Pop-Nacht hatte der Vokalpädagogische Kurs entwickelt.

Nebelschwaden und gedämpftes farbiges Licht schufen die geheimnisvolle Atmosphäre der Stunden zwischen Abenddämmerung und Morgenrot. Dafür und für den Klang war das Technikteam unter der Leitung von Thomas Erdmann verantwortlich. Mit dem Gedicht „Mondnacht“ – voller Sehnsucht und Romantik – von Josef von Eichendorff wurden die Zuhörer auf die Reise eingestimmt. Bei drei Stücken, die älter als 25 Jahre alt waren, darunter „In the air tonight“ von Phil Collins, kamen vor allem die „Oldies“ unter den Nachtschwärmern auf ihre Kosten. Gespielt wurden sie von der Band der Schule unter der Leitung von Michael Dahmen, gesungen von Franziska Hasek.

Dann zogen die Sänger des großen Chores in die Aula ein und nahmen die Bühne mit zum Teil mehrstimmigem Gesang in Besitz. Ihre Wahl war unter anderem auf ein besonderes musikalisches Bonbon gefallen: „Night and day“ aus dem Musical „Gay Divorce“ von Cole Porter, geschrieben 1932. Mit „Diamonds“ von Rihanna kehrte der Chor wieder in die Gegenwart zurück. Das Arrangement dazu, wie auch für den Titel „Some nights“ von Fun, mit dem die musikalische Reise ihren Abschluss fand, hatte Chorleiter Michael Otto geschrieben.

Popnacht mit Chorstimmen

„Drei Tage haben wir auf der Burg Bilstein verbracht und unser Repertoire für diesen Abend geprobt. Die Intensität und die Begeisterung, die dabei entsteht – wenn man schließlich gar nicht mehr aufhören will zu singen – bringen mehr als ein halbes Jahr Dienstagsprobe“, zeigte sich Otto gegenüber der MZ begeistert, und weiter: „Wir wollten nicht nur altbekannte Stücke singen, sondern auch aktuelle, die die Schüler immer in den Ohren haben. ,Diamonds‘ beispielsweise konnten sie mir sofort vorsingen.“ Besonders erfreut war der Chorleiter über die zahlreichen Männerstimmen, wenn sie auch immer noch nicht die Zahl der Frauenstimmen erreichten. Otto: „Meiner Meinung nach klingt ein Chor am besten, wenn ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen beiden besteht“.

Bevor die Band noch einmal aufspielte, diesmal Stücke, die noch keine 25 Monate alt waren, und schließlich gemeinsam mit dem Chor das Konzert beendete, sorgte die Schülergruppe Q 1ser für ein kleines einfühlsames Zwischenspiel. Dana Defendenti, Judith Bergen und Rieke Förster teilten sich den Gesang, wobei letztere auch Klavier spielte. Auch „Bring me the night“, ein sehnsuchtsvolles Lied von Sam Tsui, trugen sie vor. Lukas Rehorn übernahm dabei am Cajon den Rhythmus, später war er bei „Some nights“ auch als Gesangssolist zu hören. Ohne Zugabe konnte diese Pop-Nacht natürlich nicht zu Ende gehen, und so ging es nach tosendem Beifall noch einmal „Atemlos“ durch die Nacht.

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