Autofahrer mit 142 km/h an der Nordhelle unterwegs

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Bei Geschwindigkeitsmessungen ging der heimischen Polizei an der Nordhelle ein Autofahrer ins Netz, der mit seinem Wagen in der Tempo-60-Zone mit 142 km/h unterwegs war.

Valbert - Mit mehr als 80 Stundenkilometern zuviel fuhr ein Pkw am Karfreitag, 30. März, durch eine Kontrolle der Polizei im Bereich der L 707 (Nordhelle). Insgesamt wurden mehr als 100 Autofahrer mit erhöhtem Tempo gemessen. Auch mehrere Verstöße gegen das seit wenigen Tagen geltende Motorradverbot wurden geahndet.

Zwischen 10 und 17.30 Uhr passierten 398 Kraftfahrzeuge die Messstelle „am Fuß der Nordhelle“, wie die Polizei im Märkischen Kreis mitteilt. Mehr als jedes vierte Fahrzeug war demnach zu schnell unterwegs. 84 Fahrzeugführer konnten mit einem Verwarngeld verwarnt werden. Bei 22 weiteren Verkehrsteilnehmern war die Überschreitung so gravierend, dass sie mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige sanktioniert werden müssen.

Erhöhte Bußgelder, Punkte und Fahrverbote

Je nach Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung haben die Fahrzeugführer also mit erhöhten Bußgeldern, Punkten in der „Verkehrssünderkartei“ sowie Fahrverboten zu rechnen. Besonders teuer wird das Rasen für den Fahrer des Pkw, der die Messstelle mit 142 km/h bei einer zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h passierte. Der Fahrzeugführer erhält drei Monate Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und 600 Euro Bußgeld. Bei der Kontrolle des Wagens stellten die Beamten zudem fest, dass sich auf dem Beifahrersitz ein dreijähriges Kind befand, allerdings auf vorgeschriebenem Sitz.

Motorradverbot ist seit 29. März in Kraft

Grund der Kontrolle an der L 707 war unter anderem die Überwachung des bestehenden Verbots für Krafträder, welches seit dem 29. März durch Beschilderung in Kraft ist. Zuvor war berichtet worden, dass das Verbot erst am 1. April gilt, aber die Anordnung des Kreises nenne „klipp und klar“ den 29. März als Beginn des Verbots, sagt Marcel Dilling von der Pressestelle der Kreispolizeibehörde. „Wenn ein Schild aufgestellt wird, ist es ab dem Moment rechtsverbindlich gültig.“

Die Intention der Polizei war die konsequente repressive Verfolgung von Missachtungen gegen das bestehende Verbot, heißt es in der Pressemitteilung. Sechs Hinweisschilder auf das bestehende Verbot sind bei einer Anfahrt aus Richtung Valbert angebracht, fünf Schilder bei Annäherung aus Richtung Herscheid. Ferner wurde eine Radaranlage zur Überwachung der Geschwindigkeit eingesetzt.

Manipulierte Auspuffanlagen

Das bestehende Verbot für Krafträder wurde in 27 Fällen nicht beachtet und musste mit einem Verwarngeld geahndet werden. Im Zuge dieser Kontrolle fielen drei Motorräder auf, die ihre Abgasanlagen manipuliert hatten. In diesen Fällen wurden Geräuschpegelmessungen vorgenommen und die Auspuffendtöpfe nach den Ergebnissen sichergestellt. Die festgestellten Werte überstiegen den zulässigen Geräuschwert um teilweise 30 Dezibel. In der Mehrzahl der Fälle handelte es sich um auswärtige Motorradfahrer. Auch andere unzulässige Veränderungen oder Mängel konnten festgestellt werden. Diese führten in vier Fällen zur Erstattung einer Ordnungswidrigkeitenanzeige.

Ein zusätzlich eingesetztes ziviles „Provida-Krad“ (mit Videografie ausgerüstetes Zivilkrad) der Polizei stellte fünf Verstöße fest; ausnahmslos begangen durch Zweiradfahrer. In allen Fällen wird eine Anzeige die Konsequenz sein. In zwei Fällen waren die Geschwindigkeitsverstöße so gravierend, dass hier ein erhöhtes Bußgeld sowie ein Fahrverbot die Folge sein werden. Man werde auch zukünftig das bestehende Verbot überwachen und Missachtungen konsequent ahnden, kündigt die Polizei in ihrer Pressemitteilung an.

Motorradfahrer planen Demo gegen Fahrverbot

Am Sonntag, 8. April, will der Bund der Motorradfahrer, der auch gegen das Motorradverbot auf der L 707 geklagt hat, im Rahmen der jährlichen Tour des Bundes – das „bergische Anlassen“ – gegen das Verbot demonstrieren.

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