Polizei warnt vor Heiratsschwindler

„Er sprach sogar von Heirat“

Eine Meinerzhagenerin fiel auf die Mails eines angeblichen Doktors rein.
+
Eine Meinerzhagenerin fiel auf die Mails eines angeblichen Doktors rein.

„Er sprach sogar von Heirat“ – eine Meinerzhagenerin (Anfang 50) ist höchstwahrscheinlich auf einen Romance-Scammer hereingefallen. Sie hatten sich im sozialen Netzwerk Facebook „kennengelernt“. Die Geschichte klingt nach dem typischen Verlauf: Er stellte sich als „Dr.“ vor, der derzeit in Afghanistan arbeite. Wie bei derartigen Heiratsschwindlern üblich, sprach auch der „Dr.“ schnell von Liebe und Heirat und brauchte finanzielle Unterstützung. Die Meinerzhagenerin transferierte mehrfach Geld ins Ausland. Zuletzt wollte sie sogar einen Kredit aufnehmen. Das konnte ihr Bankberater allerdings verhindern. Er schickte die Frau stattdessen zur Polizei – zur Anzeigenerstattung.

Meinerzhagen –Die Polizei warnt, dass moderne Heiratsschwindler ihre Opfer vermehrt in sozialen Netzwerken oder bei Online-Partnervermittlungen finden. „Dein Profil gefällt mir“, so lautet einer der Standard-Anmach-Sprüche. Die richtigen Worte, vielleicht auch im Chat oder per Skype, genügen: Nach wenigen Wochen oder manchmal nur Tagen ist das Opfer um den Finger gewickelt.

Scammer sprechen schnell von Geldproblemen

Weibliche Scammer verschicken schnell Fotos, in denen sie sich leicht bekleidet präsentieren. Männliche Scammer verwenden häufiger Fotos in Uniform. Allen gemein ist, dass sie sich aus unterschiedlichen Gründen im Ausland aufhalten: Der Vier-Sterne-General weilt im Auslands-Einsatz, der Geschäftsmann jettet um den Globus. Schnell sprechen sie vom Heiraten und fast genauso schnell von Geldproblemen. Der Vier-Sterne-General möchte angeblich seine Abfindung steuerfrei nach Europa transferieren oder braucht eine Adresse in Deutschland zum Empfang von Paketen. Der Geschäftsmann erlebt einen Unfall, wird verhaftet oder braucht dringend Geld für die Operation der Kinder aus seiner ersten Ehe – alles ist erfunden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare