Ganz besonderer Jahreswechsel

Feuerwerk: Diesmal besser nicht!

Auf das Feuerwerk in diesem Jahr verzichten – das scheint wegen der Pandemie angeraten zu sein.
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Auf das Feuerwerk in diesem Jahr verzichten – das scheint wegen der Pandemie angeraten zu sein.

Erlaubt ist, was gefällt. Nicht ganz. Denn: Am Silvesterfeuerwerk hatten in der Vergangenheit Millionen Menschen ihren Spaß. Doch in diesem Jahr ist alles anders.

Meinerzhagen – „Diesmal muss das vielleicht nicht sein“, sagt Hauptkommissar Jörg Meier, Chef in der Meinerzhagener Polizeiwache an der Oststraße. Und auch Stadtbrandinspektor Christian Bösinghaus appelliert: „Halten Sie sich in der Neujahrsnacht bitte an die Regeln. Jeder Einsatz, den wir dann nicht fahren müssen, ist gut.“

Verkaufsverbot

Feuerwerk in Zeiten der Corona-Pandemie? Da gibt es einige Hindernisse: Selbst Menschen, die auf Böller, Raketen und Co. auch diesmal nicht verzichten wollen, haben es nicht leicht. Das Verkaufsverbot macht es schwierig, sich mit den nötigen Utensilien einzudecken. Und außerdem gilt ein strenges Versammlungsverbot. Auch deshalb sieht Christian Bösinghaus die Silvesterknallerei diesmal eher kritisch: „Wer böllert denn schon allein für sich. Die Gefahr besteht auch darin, dass sich dann mehrere Menschen treffen.“

Feuerwehr ist vorbereitet

Die Meinerzhagener Feuerwehr ist jedenfalls auch auf diesen so ungewöhnlichen Jahreswechsel vorbereitet: „Unser Führungsdienst ist für diese Nacht fest eingeteilt. Die jeweiligen Einheiten regeln das dann eigenständig. Es ist auf jeden Fall gewährleistet, dass genügend Einsatzkräfte bereitstehen und in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar natürlich keinen Alkohol trinken“, erläutert der Meinerzhagener Feuerwehrchef. Auch die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen nämlich, dass Silvester schon der ein oder andere Einsatz auf die Wehrleute zukommen könnte: „Wir mussten zum Beispiel öfter ausrücken, weil sich Papier in den Containern entzündet hatte“, berichtet Bösinghaus.

Dass möglichst wenig, im Idealfall sogar gar kein Feuerwerk abgebrannt wird, das hofft Polizeihauptkommissar Jörg Meier diesmal sehr: „Jeder, der darauf verzichtet, tut uns, seinen Mitbürgern, der Feuerwehr, der Umwelt und sich selbst einen Gefallen.“ Und er hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Ende 2021 wieder Normalität eingekehrt sein wird: „Es kommen auch wieder bessere Zeiten.“

Polizei verstärkt präsent

Vorerst jedoch gilt für die Polizei: Verstärkte Präsenz auf den Straßen bei diesem Jahreswechsel. Pressesprecher Marcel Dilling von der Kreispolizeibehörde bestätigte das auch für den Märkischen Kreis und Meinerzhagen: „Wir sind stärker aufgestellt als üblich.“ Ihm und seinen Kollegen vor Ort liegen auch Listen vor, auf denen die Städte öffentliche Orte benennen, an denen ein Feuerwerksverbot gilt. Meinerzhagener Lokalitäten sind darauf allerdings nicht zu finden.

Dass es Silvester diesmal geordnet zugeht, darauf hofft Marcel Dilling sehr. Mut machen in diesem Zusammenhang die Erfahrungen der Polizei von den zurückliegenden Weihnachtsfeiertagen: „Da war es wirklich sehr sehr ruhig.“

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