Polizei sucht ein neues Domizil

Zurzeit ist die Polizei im Hellerforth-Komplex an der Oststraße untergebracht. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die Polizei sucht einen neuen Standort in Meinerzhagen. Der bisherige Dienstsitz von Wache und Kriminalkommissariat im Hellerforth-Komplex an der Oststraße wird aufgegeben.

Ein neues Domizil soll bis Mitte 2012 gefunden und möglichst auch schon bezogen sein. Das bestätigte auf Anfrage der MZ Wolfgang Bühren, Verwaltungsdirektor bei der Kreispolizeibehörde des Märkischen Kreises.

Die räumliche Trennung von Polizeiwache und Kriminalkommissariat am bisherigen Standort in zwei Gebäuden sei ein Beweggrund für die Suche nach neuen Räumlichkeiten, erläutert Bühren. „Weil es immer wieder Abstimmungen zwischen den Beamten der beiden Dienststellen gibt, sind dies keine optimalen Bedingungen für den Ablauf. Aber es ist auch nicht gerade kundenfreundlich, dass die Kripo hier zurzeit im dritten Stock untergebracht ist, sagt der Verwaltungsdirektor. Dies und einige weitere technische Erfordernisse hätten in Abstimmung mit dem zuständigen Landesinnenministerium dazu geführt, nun nach einem neuen, von den Gegebenheiten besser geeigneten Standort für die Polizeiwache Meinerzhagen Ausschau halten zu wollen. Das wurde auch im Wege einer öffentlichen Ausschreibung mittlerweile getan.

Vom Verfahren her ist es landesweit mittlerweile üblich, dass ein privater Investor eingeschaltet wird, der im Rahmen eines längerfristigen, in der Regel 15-jährigen Mietverhältnisses die Räumlichkeiten für die Polizei zur Verfügung stellt. Auch an der Oststraße ist die Märkische Kreispolizeibehörde seit inzwischen über 40 Jahren Mieter. Für den neuen Standort wird wieder ein Investor gesucht – und es haben sich bis zum Ablauf der Ausschreibungsfrist nach Auskunft von Bühren „mehrere Bewerber gemeldet.“

Auch die Meinerzhagener Baugesellschaft gehört zum Interessentenkreis, wie deren Geschäftsführer Oliver Drenkard unserer Zeitung bestätigte. Die MBG hatte im vergangenen Jahr den Komplex der ehemaligen Druckerei Groll im Bereich Derschlager Straße/Volmestraße erworben. Geplant ist, nach Abriss der rückwärtigen Gebäudeteile der Druckerei, stadtzentral ein viergeschossiges Geschäfts- und Wohnhaus mit Tiefgarage zu errichten. Das historische Groll-Geschäftsgebäude an der Fußgängerzone bleibt in diesem Zusammenhang erhalten. Die Planungen seien so weit gediehen, dass mit dem Bau relativ kurzfristig begonnen werden könnte, so Drenkard.

Wer am Ende den Zuschlag für die Unterbringung der neuen Polizeiwache erhalten wird, soll nach fest abgestecktem Fahrplan laut Wolfgang Bühren von der Kreispolizeibehörde bis spätestens zum Sommer entschieden sein. „Wir schauen uns jetzt erst einmal die einzelnen Standorte und Gegebenheiten an, überprüfen dabei vor allem auch, ob sie aus polizeitaktischen Gründen geeignete sind“, so Bühren. Nach einer eingehenden Begutachtung erfolge schließlich wiederum in Abstimmung mit dem Innenministerium die endgültige Festlegung.

Bühren tritt aufgekommenen Befürchtungen entgegen, wonach sich die Polizei in Meinerzhagen räumlich womöglich verkleinern könnte. In der Ausschreibung sei festgelegt, dass es um 470 Quadratmeter Nutzfläche und insgesamt 650 Quadratmeter an Raumbedarf gehe. „Damit erreichen wir den bisherigen Standard, allerdings künftig dann in einem Gebäude zentral untergebracht“. Für die rund 35 in Meinerzhagen eingesetzten Beamten von Schutzpolizei und Kripo wird es auf jeden Fall eine Verbesserung geben. Vor allem aber soll der neue Standort auch bürgerfreundlicher gestaltet sein. Daher ist eine möglichst zentrale Lage und damit gute Erreichbarkeit in der Stadt ein ganz wichtiger Faktor.

-fe

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