Einsatz in Meinerzhagen

Polizei rückt zu Massenprügelei aus - und erlebt Überraschung

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Schreckschusswaffe (Symbolbild)

Eigentlich war nur eine "größere Schlägerei" gemeldet worden - was die Polizeibeamten in Meinerzhagen dann aber erlebten, war dann doch eine Überraschung.

Meinerzhagen - Wie die Polizei erst jetzt mitteilte, waren die Beamten Freitagnacht zum Otto-Fuchs-Platz ausgerückt, wo eine Schlägerei gemeldet worden war. Außerdem habe es einen lauten Knall gegeben, berichteten Zeugen. 

Vor Ort trafen die Beamten eine sechsköpfige, friedliche Personengruppe, die sich beim Eintreffen der Polizei sofort zerstreute. Auf dem Dach des ehemaligen Aldi-Marktes trieben sich allerdings vier Personen herum. 

"Aus ihrer Richtung wehte deutlicher Geruch von Marihuana zu den Beamten herüber", heißt es in der Polizeimeldung. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten bei einem 18-jährigen Attendorner und einem 40-jährigen Meinerzhagener Cannabis und Ecstasy. Was dann folgte, war kurios!

Während die Polizei die alkoholisierten Personen kontrollierte, flog die Haustür eines Mehrfamilienhauses auf und ein Mann schrie: "Ey, die Bullen sind überall (...)" Dabei räumte er auch freimütig ein, dass er in die Luft geschossen habe. Als der Mann plötzlich in seine Jackentasche griff und eine schwarze Schusswaffe hervorholte, reagierten die Beamten blitzschnell, brachten den Mann zu Boden und fesselten ihn. 

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Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine Schreckschusswaffe mit PTB-Kennzeichnung. Bei der Durchsuchung des 27-jährigen Meinerzhageners kamen außerdem unter anderem ein Schlagring, ein Einhandmesser und Marihuana ans Tageslicht. Der Mann redete wirres Zeug - offenbar eine Folge der diversen Drogen in seinem Blut. Die Polizei schrieb Anzeigen wegen Verstößen gegen Waffen- und Betäubungsmittelgesetz.

Schreckschusswaffen haben offenbar Konjunktur

Es sollte nicht die letzte Schreckschusswaffe sein, mit der es die Polize in Meinerzhagen am Wochenende zu tun haben würde. Bei einer Verkehrskontrolle stoppten Beamten am Samstag kurz nach 18.30 Uhr auf der Oststraße einen 22-jährigen Pkw-Fahrer. Beim Blick in seinen Wagen entdeckten sie Munition in einem Fach.

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Auf Nachfrage räumte der Meinerzhagener ein, eine Waffe im Handschuhfach mitzuführen. Es handelte sich um eine größere Schreckschusswaffe, mit der gerade noch geschossen wurde, und Platzpatronen. Er komme von einer Hochzeit, erklärte der Schüler. Die Polizei stellte Waffe und Munition sicher und schrieb eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Der Meinerzhagener hat keinen Waffenschein, der zum Führen einer solchen Waffe berechtigen würde, aber einen Führerschein auf Probe. Die Polizei veranlasst eine Prüfung der charakterlichen Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs.

Autoknacker am Scherl

Unbekannte haben am langen Wochenende einen Werkstattwagen geknackt, der am Scherl parkte. Als Handwerker heute Morgen zu ihrem Werkstattwagen kamen, entdeckten sie eine offen stehende Hintertür. Unbekannte hatten diverse professionelle Elektrowerkzeuge von der Ladefläche entwendet. Die Polizei bittet um Hinweise unter Tel. 02354-91990.

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