Auf der Freiheit: Zurück zur Idylle

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Von dieser Bank Auf der Freiheit schweift der Blick über die Stadt. Der Ort ist beliebt vor allen Dingen bei Hundehaltern, die hier spazieren gehen. Idyllisch war es hier aber nicht immer.

Meinerzhagen - Wo noch vor wenigen Wochen Müll die Idylle verschandelte, sieht es heute wieder annehmbar aus. Das idyllische Wald- und Wiesengelände Auf der Freiheit kann inzwischen auch nicht mehr mit Autos befahren werden. Große Felsblöcke versperren die Zufahrt.

Dass der Bereich zwischen Inselweg und Birkeshöhstraße allerdings immer noch als Treffpunkt für Zeitgenossen dient, die hier in der Vergangenheit immer wieder für Unruhe gesorgt haben, bestätigen Anwohner. Doch die Stadt hat reagiert: In dem einst am stärksten zugemüllten Bereich in dem kleinen Wäldchen wurde aufgeräumt, die Müllberge sind verschwunden. Und auch die untere Zufahrt zur Wiese, angrenzend an die Straße Auf der Freiheit, wurde wieder mit Felsbrocken abgesperrt – Durchfahrt unmöglich. Die Steine hatte man zuvor entfernt, weil eine Baufirma hier Geräte und Material lagerte. 

Wer in Meinerzhagen mitten in der Stadt im Grünen spazieren gehen möchte, ist Auf der Freiheit richtig. Die Fläche ist kaum einzusehen, hier herrscht Ruhe. Und das ist auch das Problem: „Natürlich wird das Gelände auch von Menschen genutzt, die hier ein Trümmerfeld hinterlassen“, weiß Jörg Meier. Der Leiter der Polizeiwache Meinerzhagen spricht dennoch nicht von einem aktuellen Brennpunkt, an dem es ständig drunter und drüber geht: „Ich habe mir den Bereich selbst angesehen und wir bestreifen ihn auch. Auffälliges haben wir hier nicht festgestellt, auch wenn wir viel Müll vorgefunden haben.“ 

Meier hat allerdings ein Problem: Einschreiten können er selbst oder seine Beamten praktisch nur dann, wenn sie einen Ruhestörer oder Umweltsünder auf frischer Tat ertappen. Das war bislang nicht der Fall. Meier verspricht aber: „Wir nehmen Anwohner-Klagen sehr ernst und wird werden die Entwicklung im Auge behalten.“

Dem schließt sich der städtische Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz an: Auch er hat Auf der Freiheit bereits nach dem Rechten gesehen: „Ich war drei- bis viermal dort und das zu Zeiten, an denen man vermuten könnte, dass hier Betrieb herrscht. Das war jeweils so zwischen 20 und 20.30 Uhr. Auffällige Aktivitäten habe ich allerdings nicht festgestellt. Es war niemand da.“ 

Jörg Meier jedenfalls ist mit der Situation zurzeit zufrieden, es herrsche relative Ruhe. Ruhestörungen gebe es allerdings hin und wieder. „Die verteilen sich aber über das Stadtgebiet“, sagt er. Einen regelrechten Brennpunkt, an dem sich Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten häufen, gebe es nicht. „Wie haben hier keinen Ort, an dem die Bürger Angst haben müssen.“

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