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Polizei zieht Raser aus dem Verkehr - und erlebt große Überraschung

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Von: Frank Zacharias

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Die Polizei kontrollierte am Mittwoch die Fahrer auf der Ebbetalstraße.
Die Polizei kontrollierte am Sonntag an verschiedenen Stellen im Ebbe. © Foto: DPA

Ein Schlag gegen Raser ist der Polizei am Sonntag im Ebbegebirge gelungen - unter anderem auch bei einer Motorradkontrolle.

So war ein Messgerät im Bereich der sogenannten Applauskurve aufgestellt worden, wo insgesamt 539 Fahrzeuge die Messstelle passierten, bei 57 davon handelte es sich um Motorrädern. 37-mal musste ein Verwarngeld verhängt werden, in 16 Fällen wird eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen der Höhe des Geschwindigkeitsverstoßes folgen. Am schnellsten war dabei aber kein Motorrad, sondern ein Audi mit Gummersbacher Zulassung: Er befuhr den mit 50 km/h beschilderten Bereich mit 105 km/h.

Messstelle Ihne

1400 Fahrzeuge passierten den Bereich der zweiten Messstelle auf der L 539, Ortslage Ihne. Zu schnell unterwegs waren 110 Verkehrsteilnehmer – darunter 14 Kräder. Lediglich in einem Fall wird eine Anzeige erstattet. Den unrühmlichen Spitzenwert erreichte ein Motorradfahrer aus dem Märkischen Kreis mit einer Geschwindigkeit von 129 km/h – zugelassen sind dort nur 70 km/h.

Messstelle Willertshagen

Technische Kontrollen führte die Polizei hingegen an der L 539 in Höhe Willertshagen durch. Dabei stellten die Polizisten in vier Fällen eine schlechte beziehungsweise unzulässige Bereifung fest und schrieben entsprechende Anzeigen. Bei zwei Motorrädern wurden nicht zulässige Veränderungen festgestellt, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten. Ein solcher Verstoß wurde auch bei einem amerikanischen Sportwagen festgestellt.

Einem zivilen Kradfahrer der Polizei fiel indes auf der L5359 ein auffälliges Zweirad auf, das im normalen Verkehr „mitschwamm“, obwohl es lediglich ein Versicherungskennzeichen aufwies, das nur für Fahrzeuge mit einer Maximalgeschwindigkeit von 45 km/h ausgestellt wird. Wie sich herausstellte, wurden leistungssteigernde, manipulative Eingriffe an dem Mofa vorgenommen. Das Krad wurde sichergestellt, gegen den Fahrer ein Strafverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

Überraschender Fund: Nicht nur laut, sondern auch beladen...

Doch damit nicht genug: Am Vormittag näherte sich der Kontrollstelle in Willertshagen ein Auto, das wegen überlauter Abgasgeräusche auffiel und angehalten wurde. Während der Standgeräuschmessung bemerkten die Polizisten Marihuanageruch. Die Durchsuchung förderte dann tatsächlich Amphetamine und Marihuana zutage – beides wurde sichergestellt. In einem Rucksack wurde zudem eine echt erscheinende Gasdruckpistole mit Laservisiereinrichtung gefunden. Die drogentypischen Ausfallerscheinungen beim Fahrer machten eine Blutprobenentnahme unentbehrlich. Den Fahrer erwartet ein Strafverfahren.

Zudem wurde ein schwer beladener Anhänger aus dem Verkehr gezogen, dessen Bremse völlig ohne Funktion war. Die Weiterfahrt wurde untersagt, eine Anzeige ist die Folge.

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