Schrottsammler im Visier der Polizei

Am Samstag wurde auch in Valbert „routinemäßig“ ein Kleintransporter kontrolliert. Im Fokus dabei: die Kontrolle der persönlichen Papiere und der gewerblichen Erlaubnisse, die Sicherung der Ladung und die „allgemeinen Verkehrstüchtigkeit“ der Fahrzeuge. - Foto: Helmecke

Meinerzhagen/Valbert -   Schrottsammler stehen auch in Meinerzhagen unter Beobachtung. Wer ohne Erlaubnisse unterwegs ist, riskiert eine Anzeige. Sie sind an allen Ecken und Enden der Stadt zu sehen. Und eigentlich für viele Menschen noch nerviger: leider auch zu hören. Gemeint sind die Kleintransporter, oft mit Saisonkennzeichen oder „osteuropäischen“ Nummernschildern ausgestattet, mit denen ihre Fahrer Schrott einsammeln.

Seit dem 1. Juni 2012 muss derjenige, der Abfälle einsammeln will, dieses nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) spätestens drei Monate vorher bei der zuständigen Behörde anzeigen. Für Meinerzhagen ist dieses der Märkische Kreis.

Wer die Tätigkeit gewerbsmäßig ausüben möchte, muss zudem eine Beförderungserlaubnis besitzen und für den Transport „gefährlicher“ Abfälle weitere Kriterien erfüllen.

„Wir überprüfen im Rahmen unserer täglichen Aufgaben diese Fahrzeuge. Hierbei sind es auch Hinweise aus der Bevölkerung, denen die Kollegen nachgehen“, so der Leiter der Meinerzhagener Polizeiwache Michael Stumpe auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung. Am Samstag wurde dementsprechend auch ein Kleintransporter in Valbert angehalten. Akribisch untersuchten die Polizeibeamten vor Ort das Fahrzeug, dessen Ladung und die Papiere des Fahrers und seiner Begleitung. Genauso stand die Sicherung der Ladung und der „allgemeinen Verkehrstüchtigkeit“ auf dem Plan der Beamten.

„Unsere Beamten haben bei ihren Kontrollen natürlich auch die Ladung unter dem Aspekt im Blick, ob es sich tatsächlich um Abfall handelt“, so Michael Stumpe.

In den Fällen, in denen sich Gründe zur Beanstandung ergeben, werden von der Polizei Ordnungswidrigkeiten- oder unter Umständen auch Strafanzeigen aufgenommen. Die Verfolgung der jeweiligen Fälle obliegt dann dem Märkischen Kreis oder der Staatsanwaltschaft.

In den vergangenen Jahren sei die Zahl derartiger Verstöße im Märkischen Kreis angestiegen. Zu der Kategorie der „illegal ausgeübten Gewerbe“ zählen dabei ebenfalls die sogenannten „Asphalttruppen“. Diese reisen regelmäßig durch die Region und bieten mangelhafte und überteuerte Arbeiten an. In der Vergangenheit wurden dabei einige „Auftraggeber“ mit einer mangelhaften und überteuerten Leistung über den Tisch gezogen.

Grundsätzlich bitten die Stadt Meinerzhagen, die Polizei und auch der Märkische Kreis die Bürgerinnen und Bürger, von derartigen Angeboten Abstand zu nehmen. Zusätzlich ist man dankbar für entsprechende Hinweise, um dann einschreiten zu können. - jjh

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