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Nach spektakulärer Verfolgungsjagd auf Motorrad: Polizei sucht anonymen Zeugen

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Von: Frank Zacharias

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Bei Motorradfahrern beliebt: die Applauskurve an der Nordhelle. Sie war Ende August Ausgangspunkt einer wilden Verfolgungsfahrt
Bei Motorradfahrern beliebt: die Applauskurve an der Nordhelle. Sie war Ende August Ausgangspunkt einer wilden Verfolgungsfahrt. (Symbolbild) © Birke, Maximilian

Für einen unbekannten Motorradfahrer könnte die Flucht vor einem zivilen Polizei-Motorrad Ende August an der Nordhelle noch Folgen haben. Ein anonymer Zeuge gab jetzt einen wichtigen Hinweis zu einem Vorfall in Halver, der mit dem Herscheider Fall in Verbindung stehen könnte.

Halver/Herscheid/Meinerzhagen- Wie die Polizei mitteilte, ging am Montag schriftlich ein anonymer Zeugenhinweis in der Halveraner Wache ein, der eine Motorradgruppe schilderte, die am Sonntag auf der Bundesstraße 229 zwischen Halver und Lüdenscheid unterwegs war und durch gefährliche Überholmanöver auffiel.

„Unter Umständen handelt es sich dabei um die Motorradgruppe, die bereits am 28. August im Zuge der Geschwindigkeitsüberwachung vor dem Motorradpolizisten flüchtete“, heißt es es im Polizeibericht.

Damals war auf der L707 an der Nordhelle ein Beamter mit einem sogenannten ProViDa-Motorrad („Proof Video Data System“) unterwegs. Er folgte einer Gruppe von vier Motorradfahrern, die zunächst talwärts in Richtung Herscheid fuhr.

Polizist muss Verfolgung abbrechen

Nachdem die Personen der Gruppe den zivilen Polizisten erkannt hatten, wendeten zwei Motorradfahrer und fuhren die L707 wieder in Richtung Valbert zurück. Die beiden anderen Motorradfahrer setzten ihre Fahrt in Richtung Herscheid fort. Allerdings beschleunigte einer der beiden Kradfahrer so stark, dass der Polizist den Abstand - trotz hoher gefahrener Geschwindigkeit und
Sondersignalen - nicht verringern konnte. Der Motorradpolizist beendete daraufhin aufgrund des erhöhten Risikos auf Höhe
von Stottmert an der Fürwiggetalsperre die Verfolgung.

Polizei: „Persönlich mit der Polizei in Verbindung setzen“

Der anonyme Zeugenhinweis könnte nun in Verbindung mit der damaligen Gruppe von Motorradfahrern stehen - ist aber so nur wenig hilfreich, wie die Polizei erklärt. Denn: Anonyme Hinweise könnten im Zuge der Strafverfolgung in der Regel nicht als
aussagekräftiges Beweismittel herangezogen werden, wie es heißt. „Es ist daher wichtig sich, persönlich mit der Polizei in Verbindung zu setzen, wenn man Hinweise geben oder Aussagen machen möchte.“

Daher sucht die Polizei nun nach dem anonymen Zeugen. Er/Sie und/oder weitere Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02353-91994611 oder 02351-90990 bei der Polizei zu melden.

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