Halloween: Eier, Böller und Handgreiflichkeiten

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Da helfen auch keine heruntergelassenen Vorhänge. Eierwürfe gegen Hausfassaden sind in den vergangenen Jahren an Halloween auch in Meinerzhagen immer wieder vorgekommen.

Meinerzhagen - Wenn die Polizei ihre Einsatzkräfte in Meinerzhagen verstärkt, muss die Lage ernster sein als üblich. Und schon in der kommenden Woche wird das der Fall sein. Grund ist allerdings keine Großdemonstration oder ein brisantes Fußballspiel. Halloween steht vor der Tür – und damit erhöht sich auch in der Volmestadt die Gefahr von Eierwürfen, Körperverletzungen oder anderen Straftaten.

Diese Erfahrung hat die Polizei gemacht – und sie reagiert eben mit verstärkter Streifentätigkeit. Zusatzkräfte werden in Meinerzhagen in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November im Dienst sein. 

Damit reagiere man auf die Entwicklung der vergangenen Jahre, in denen insgesamt zahlreiche Einsätze gefahren worden seien, berichtet Hauptkommissar Marian Kosanke aus Meinerzhagen. Beispielsweise dieser: Um 19.30 Uhr warfen am 31. Oktober 2016 Unbekannte einen Böller in einen Briefkasten in der Oberkorbecke. Dieser „Scherz“ mutierte zu einer Straftat. „Sachbeschädigung“ lautete der Vorwurf. 

Gleich mehrere MZ-Leser berichteten außerdem von Eierwürfen gegen die Fassade ihres Hauses. Das passierte in den vergangenen Jahren an der Krim, an der Königsberger- und an der Gartenstraße. Die Polizei geht allerdings davon aus, dass viele ähnliche Taten gar nicht angezeigt wurden. Und auch das beschäftigte die Ordnungshüter an Halloween: Mit Zahnpasta wurden Klingelknöpfe verklebt – was der Anlage den Rest gab. Auch hier begingen die „Witzbolde“ eine Sachbeschädigung.

Die Körperverletzungen sind in dieser Nacht allerdings kein Phänomen, das unmittelbar mit Halloween zu tun hat. Marian Kosanke weiß: „Wenn Feiern stattfinden, steigt die Gefahr der körperlichen Auseinandersetzungen. Das ist auch in dieser Nacht so.“ Allerdings hat er festgestellt, dass sich die Einsätze im vergangenen Jahr durchaus im Rahmen hielten: „2016 hatten wir an Halloween vier davon, zwei wegen Sachbeschädigung, eine wegen groben Unfugs und eine andere wegen einer Körperverletzung.“ 

Der Meinerzhagener Edgar Gättner hat selbst erfahren müssen, dass Halloween unliebsame Überraschungen bereithalten kann: „Vor einem Jahr saßen wir an diesem Tag beim Abendessen, als ein Ei an die Scheibe des Hauses geworfen wurde. Wir haben uns sehr erschreckt, der Knall war wirklich laut.“ Bei einer Verwandten sei Ähnliches passiert. Dort, so Gättner, habe man die Übeltäter aber später erwischt. Das sei gelungen, weil sich die Eierwerfer nachher bei Facebook mit ihren Taten gebrüstet hätten. 

In diesem Jahr will Edgar Gättner das Geschehen rund um sein Haus an Halloween genau beobachten. Das sei im Prinzip das Einzige, was er selbst tun könne. Darüber hinaus hofft er auf die abschreckende Wirkung der Polizeipräsenz. 

Marian Kosanke rät Bürgern in diesem Zusammenhang, bei verdächtigen Beobachtungen die Wache unter der Rufnummer 9 19 90 zu kontaktieren. „Natürlich nicht, wenn verkleidete Personen gesehen werden, die an Haustüren klingeln. Das ist an diesem Tag normal.“ Schließlich will der überwiegende Teile der Feiernden an Halloween einfach nur Spaß haben.

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