Vermeintlicher Sohn entpuppt sich als Einbrecher

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Die Polizei kontrollierte unter anderem an der B54 in Meinerzhagen zahlreiche Autofahrer.

Meinerzhagen - Als durchaus ausdauernd erweisen sich seit langer Zeit Einbrecher im gesamten Kreisgebiet – auch in Meinerzhagen, wie erst am Wochenende in Valbert deutlich wurde. Jetzt erhöht die Polizei offenbar den Druck auf die Einbrecherbanden.

Von Frank Zacharias

Am späten Dienstagnachmittag kontrollierten Beamte der Kriminal- und Bereitschaftspolizei sowie der heimischen Polizeiwachen im südlichen Märkischen Kreis zahlreiche Verkehrsteilnehmer, unter anderem an der B54 in Meinerzhagen nahe des Autobahnzubringers.

Die Autofahrer mussten sich in Geduld üben: Nur mit geringer Geschwindigkeit durften sie die Kontrollstelle passieren, damit die Polizisten einen kurze Blick in den Innenraum werfen konnten. Auf diese Weise überprüften die Beamten insgesamt 169 Fahrzeuge und 239 Personen.

Für eine davon endete die Fahrt dadurch: Gegen sie wurde ein Haftbefehl vollstreckt. Als Nebenprodukt der Schwerpunktkontrollen erkannten die Polizisten außerdem sieben verkehrsrechtliche Verstöße, die als Ordnungswidrigkeiten geahndet wurden.

„Die Polizei wird auch weiterhin mit vergleichbaren Einsätzen deutlich Präsenz zeigen und koordiniert gegen Wohnungseinbruchdiebstähle vorgehen“, heißt es in einer Mitteilung der Kreispolizeibehörde.

Wie notwendig solche Maßnahmen sind, hat eine Valberterin in der Nacht auf Sonntag am eigenen Leib erfahren. Wie die Polizei auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, kam es zu einem kuriosen Einbruchsversuch, der schon im Wohnzimmer in einem Haus Auf dem Felde endete: Die Dame war demnach auf der Couch eingeschlafen, als sie von ungewöhnlichen Geräuschen geweckt wurde.

Offenbar im Halbschlaf erkannte sie daraufhin eine Person im Kapuzenpulli, die sie für ihren Sohn hielt. Den kurzen Gruß erwiderte der Unbekannte nicht – stattdessen suchte er angesichts der unverhofften Bewohnerin das Weite.

Dass es sich mitnichten um ihren Sohn gehandelt hatte, stellte sich am nächsten Morgen bei einem Telefonat mit dem Filius heraus. Einbruchspuren an der Terrassentür deuteten außerdem auf einen eher unwillkommenen Gast hin.

Die Polizei bietet kostenlose Beratungen zum Einbruchsschutz an. Fachleute der Kriminalprävention sind unter den Rufnummern 0 23 73 / 90 99-55 11 und -55 12 zu erreichen.

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