Konzepte und bauliche Lösungen

Verkehrschaos vor den Schulen: Auf dem Weg zur Lösung

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In diesem Bereich könnten sich die Fachleute der Verwaltung eine Hol- und Bringzone vorstellen. Über den Friedhof hinweg, wären es rund 250 Meter bis zum Schulzentrum Auf der Wahr.

Meinerzhagen - Morgendliches Chaos an Meinerzhagener Schulen: Mit viel Aufwand legte die Stadtverwaltung Meinerzhagen jetzt konzeptionelle Überlegungen, aber auch bauliche Lösungsansätze, vor. Das Ziel: Bestehende Verkehrsprobleme sollen an den Schulen damit in den Griff bekommen werden.

Umfangreich war der Vortrag von Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck in der jüngsten Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses. Das Thema: Die Verkehrsprobleme an Meinerzhagener Schulen. Um diese in den Griff zu bekommen, hatte sich die Verwaltung vielschichtig mit der Angelegenheit befasst. 

Wobei es zunächst um den konkreten Standort des Schulzentrums Auf der Wahr ging. Dort gibt es seit einiger Zeit zusätzlich zum „normalen“ Schülerverkehr des ÖPNV und den privaten Transporten – Stichwort Elterntaxi – weitere Schulbusfahrten. Seit der Umstrukturierung der Förderschule des Märkischen Kreises werden deren Schüler zum Teil mit sieben Kleinbussen gebracht und wieder abgeholt. Das Gedränge hat sich dementsprechend zu Stoßzeiten verstärkt. 

Entscheidungen vom Willen der Anlieger abhängig

Dem soll nun mit fünf Stellplätzen im Bereich der Zufahrt des Lehrparkplatzes entgegengewirkt werden. Gemeinsam mit dem Schulträger will sich die Stadt den hierfür notwendigen Aufwand von rund 40 000 Euro teilen. „Das ist eine gute Lösung“, befand Ausschussvorsitzender Volkmar Rüsche im Einklang mit seinen Ausschusskollegen.

Bei einem weiteren Vorschlag standen die Politiker ebenfalls hinter den Überlegungen der Fachleute aus dem Rathaus. Die sehen verkehrsregelnde Maßnahmen für die Königsberger Straße vor. 

Gravierendster Punkt: Ihre Umwandlung zur Einbahnstraße. Die Zufahrt wäre dann an der oberen, die Ausfahrt an der unteren Einmündung. Bei diesem Plan hat die Verwaltung ihr Augenmerk darauf gelegt, den Wunsch der Anlieger zu berücksichtigen. 

Das wollen auch die Politiker, was in der anschließenden Aussprache deutlich wurde. „Wir wollen die Entscheidung vom mehrheitlichen Willen der Betroffenen abhängig machen und dies sind nun Mal die Anlieger“, betonte Tischbiereck. Für die Meinungserkundung wolle man zeitnah zu einer Bürgerinformation einladen. Aber auch strukturelle, technische und begleitend auch pädagogische Gedanken wurden erläutert. 

Lösungen für alle Schulstandorte

Unter Einbindung des Zukunftsnetzes Mobilität NRW will man gemeinsam mit Behörden und Organisation, zum Beispiel der Polizei und den Verkehrsbetrieben, den Schulgremien, den Eltern und vor allem den Schülern, Lösungen für alle Schulstandorte in der Stadt finden. 

Der Zeitrahmen sieht gleichfalls einen baldigen Start vor, wobei dabei die fachliche Unterstützung des Netzwerkes genutzt werden soll. Dazu könnte, wenn notwendig und gewollt, auch die Ausarbeitung von speziellen Vorschlägen zählen, die für die Stadt unter bestimmten Umständen kostenneutral wären. 

Einig war man sich bei den Ausschussmitgliedern, diesen Weg einzuschlagen. Mit den Worten „es ist eigentlich schade, dass wir für weitestgehend selbstverständliche Dinge diesen Aufwand betreiben müssen“, fasste der Vorsitzende die Meinung der allermeisten im Saal zusammen.

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