Planungsausschuss

Politik in Meinerzhagen diskutiert über geplantes Parkhaus

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Sie würden in der Bauphase des „Neuen kommerziellen Zentrums“ wegfallen: die 130 Parkplätze an der Stadthalle.

Meinerzhagen - In der Volmestadt Meinerzhagen geht es ums große Ganze - und um ein Parkhaus.

Mit dem Aufstellungsbeschluss für die Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans Nummer 6 „Stadtkern“, verabschiedet man sich von der alten Planung aus den 1960er-Jahren.

Diskussion im Ausschuss

Zwar geht es um mehr als nur um ein Parkhaus, die Diskussion im Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (PSVU) ließ aber zeitweilig einen anderen Eindruck aufkommen. Der Brockhaus weiß es genau. Demnach ist Planung, der geistige, auch organisatorisch und institutionell ausgeformte Vorgang, durch Abschätzungen, Entwürfe und Entscheidungen festzulegen, auf welchen Wegen, mit welchen Schritten, in welcher zeitlichen und organisatorischen Abfolge, unter welchen Rahmenbedingungen und schließlich mit welchen Kosten und Folgen Projekte durchgeführt werden können.

Umfangreiche Vorlage

Dieses zu verdeutlichen, bemühte sich Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar in der Sitzung des PSVU am Dienstag. Unterstützt durch die umfangreiche Vorlage der Verwaltung, ging er dabei auch auf das faktisch schon vorhandene Umdenken gegenüber der Planung aus den 1960er-Jahren ein. War damals noch der Abriss ein angedachtes Instrument eben dieser Planung, ist seit einigen Jahren der sinnvolle Erhalt, die vernünftige Umgestaltung und/oder der an- und eingepasste Ersatzbau die Richtlinie. Genau zu deren Präzisierung sollte der auf der Tagesordnung aufgeführte Aufstellungsbeschluss zur 14. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes Nr. 6 „Stadtkern“ dienen.

Letztendlich wurde daraus aber im Mittelpunkt der Diskussion stehend eine Parkhausdebatte. „Es geht zwar nicht um das Parkhaus, aber wenn es nicht darum ginge, würden wir jetzt nicht darüber reden“, so die fast philosophische Einschätzung von Karl Hardenacke (Grüne). Damit traf er aber eigentlich die grundsätzlichen Gedanken seiner Ausschusskollegen im Kern. Sowohl die Vertreter von SPD, CDU und der UWG hatten in der Diskussion die Notwendigkeit von weiterem Parkraum nicht infrage gestellt. Schon gar nicht im Hinblick auf die eventuelle Realisierung des „Neuen kommerziellen Zentrums“ neben der Stadthalle.

130 Plätze fallen vorübergehend weg

Während dessen Bauphase würden die dort vorgehaltenen Parkplätze, immerhin 130 Stück, nämlich wegfallen. Daher wies Friedrich Rothaar konkret darauf hin, dass die vorherige Schaffung von weiterem Parkraum am Kapellenweg, eine gute Option wäre.

Der Platz ist vorhanden, das Grundstück gehört der Stadt. Wird es hier in Zukunft ein Parkhaus geben? Zumindest die rechtlichen Voraussetzungen soll der B-Plan bringen.

Und ebenso ist eine zeitnahe Festlegung der städtebaulichen Regelungen für die Gebäude an der Derschlager Straße seiner Einschätzung nach von Vorteil, um die Zukunft der Innenstadt ganzheitlich positiv zu gestalten. Als Bestätigung dessen brachte es der Ausschussvorsitzende Rolf Puschkarsky schließlich auf den Punkt: „Wir haben es hier leider nicht mit einer Computersimulation zu tun, das ist unsere Realität.“

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