Meinerzhagen: Für gewerbliche Tierhaltung gibt es kein Einvernehmen

Politik lehnt Tierhaltung nahe Rinkscheid ab

Am Rande der Straße nach Eckerstmühle sollten die Gebäude errichtet werden.
+
Am Rande der Straße nach Eckertsmühle sollten die Gebäude errichtet werden.

Kein Einvernehmen für gewerbliche Tierhaltung bei Rinkscheid. Nahe der Ortslage soll eine Legehennenhaltung für bis zu 14 900 Tiere entstehen. Das entsprechende Betriebsgebäude würde rund 100 Meter lang und circa 30 Meter breit. Die Mitglieder des Bau- und Vergabeausschusses brachten während ihrer Sitzung in dieser Woche aber eine Alternative ins Spiel, die der Bauherr zunächst mit dem Märkischen Kreis als Genehmigungsbehörde besprechen sollte.

Rinkscheid – Der potenzielle Bauherr einer gewerblichen Tierhaltungsanlage in der Ortslage Rinkscheid/Eckertsmühle ist in diesem Metier seit langem tätig und zudem ortsansässig. In Erweiterung seines Betriebes plant er nun eine Stallanlage mit Nebenräumen in einer erheblichen Dimension. Die entsprechenden Fakten zum Vorhaben erhielten die Mitglieder des Bau- und Vergabeausschusses in dieser Woche. Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar erläuterte, dass die in Planung stehende Halle rund 100 Meter lang sein solle und in der Breite etwa 30 Meter messe. Nebeneinrichtungen, wie zum Beispiel Futtersilos, kämen noch hinzu. Friedrich Rothaar brachte aber auch gleichfalls die im Moment noch ablehnende Haltung der Verwaltung gegen die Erteilung vor. „Im Sinne des § 35 Baugesetzbuch wäre eine gewerbliche Tierhaltung dieser Art ebenso privilegiert wie ein landwirtschaftlicher Betrieb“, so Rothaar. Aufgrund der Anzahl der Tiere (unter 15 000) entfiele die ansonsten notwendige und umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung. Im Falle des Betriebes der Anlage würden natürlich alle gängigen Auflagen einzuhalten sein.

Verwaltung derzeit mit Vorhaben nicht einverstanden

Wegen der „vorhandenen unzureichenden öffentlichen Erschließung sei man derzeit mit dem Vorhaben nicht einverstanden“, so die Verwaltungsmeinung.

Durchaus unterschiedlich entspann sich die anschließende Diskussion über das Vorhaben. Das spiegelte sich auch im Abstimmungsergebnis gegen die Erklärung des Einvernehmens wider. Allerdings brachten dabei alle Gruppierungen die Anregung zum Ausdruck, eventuelle Lösungsmöglichkeit für das „Verkehrsproblem“ zu suchen. Mit der aktuellen Entscheidung ist die Stadt aber nunmehr zunächst nicht mehr am Verfahren beteiligt.

Gemeinsam eine Lösung finden?

Entscheidungsträger ist der Märkische Kreis. Wie dieser mit dem Beschluss des Ausschusses umgehen wird, bleibt zunächst offen. Möglich ist die Variante, mit dem Antragssteller Lösungen zu finden, beispielsweise durch eine vom Bauherrn zu übernehmende Herrichtung der Zufahrt – auch im Bereich der öffentlichen Fläche.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare