Platznot im Tierheim: Katzen suchen ein Zuhause

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Fünf quirlige Katzenbabys wollen nicht im Tierheim aufwachsen.

MEINERZHAGEN ▪ Nichts geht mehr! Die Mitglieder des Tierschutzvereins Meinerzhagen/Kierspe sind verzweifelt: Das Tierheim ist voll, die Kapazitäten sind ausgeschöpft.

Die zahlreichen hilfsbedürftigen Katzen, die dort untergekommen sind und seit Monaten oder Wochen auf ein neues liebevolles Zuhause warten, müssen enger zusammenrücken, als es ihnen gut tut.

Fund- und Abgabetiere

Zahlreiche freilebende und halbwilde Katzen, die in der Nähe eines Bauernhofes in schlechtem gesundheitlichen Zustand aufgegriffen wurden und dringend versorgt und vor allem kastriert werden müssen, verschärfen die Situation. Außerdem werden gleichzeitig immer wieder weitere Fund- oder Abgabetiere vorbeigebracht. Zudem scheint zurzeit niemand Interesse an einem neuen vierbeinigen Hausgenossen zu haben.

Dabei biete sich gerade die kalte, dunkle Jahreszeit an, eine Samtpfote aufzunehmen. Wenn die Menschen wieder mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen, haben die neuen Mitbewohner die Möglichkeit, sich in aller Ruhe an ihre neuen „Dosenöffner“ und die ungewohnte Umgebung zu gewöhnen.

Schnurrende Schmusekatzen

„Und was könnte schöner sei, als die Mußestunden mit einer schnurrrenden Schmusekatze gemütlich auf dem Sofa zu verbringen, während es draußen regnet, stürmt oder schneit“, meinen die Tierschützerinnen unisono. Oder man könne den unabhängigeren Exemplaren, die auch gern mal ihre Krallen zeigen, bei der Pflege derselben zuschauen. Wer sich künftig diesen Wohlfühlfaktor sichern möchte, wende sich unter der Telefonnummer (0 23 54) 70 65 97 an den Tierschutzverein.

Bei einem Besuch könnten Interessierte dann die zahlreichen vierbeinigen Schönheiten, ihren Charakter und ihre Lebensgeschichte – soweit bekannt – kennenlernen. Katzenbabies, junge und verspielte oder älterte, gesetzte Tiere, sogar ein 20-jähriger Seniorkater warten derzeit auf ein neues Heim.

Besitzer leider verstorben

Unter ihnen ist zum Beispiel eine schwarze Perser- Mischlingskatze. Sie wurde vor kurzem mit einem zu eng werdenden, rosa farbenen Halsband und einer schmerzhaften Ohrenentzündung im Kumpenhahn aufgefunden. Niemand scheint das verschmuste Tier zu vermissen. Ein neues Zuhause sucht auch der grau-weiße Wohnungskater, dessen Besitzerin verstorben ist. Ein weiterer Leidensgenosse verlor sein Zuhause wegen einer Allergie seiner Besitzer und wartet nun um Tierheim.

Fünf muntere kleine Katzenbabys, deren Mutter überfahren wurde und die von Tierschützerinnen mit der Flasche großgezogen wurden, werden erst in einigen Wochen groß genug sein, um in ein neues Zuhause umzuziehen. Gleiches gilt für ein kleines rotes „Fellknäuel“, das einsam und verlassen im Wald bei Genkel aufgegriffen wurde.

Stattlicher, aber schüchterner Kater

Die lässigen schwarzen Kater Lasse und Sven sowie weitere jüngere Tiere in derselben Farbe, aber auch in anderen interessanten Farbvarianten sind sofort bereit, ihren neuen Besitzern zu folgen. So auch „Miau“, ein erst zwei Jahre alter, außerordentlich stattlicher Kater, dem die Bewegung fehlt und der deshalb zugenommen hat. Er bleibt eher im Hintergrund und wagt nur schüchtern eine Annäherung. Doch jede Zärtlichkeit wird von ihm dankbar angenommen und erwidert. ▪ Luitgard Müller

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