Die Villa im Park – „ein Juwel der Stadt“

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Die Villa im Park soll zu einer sozio-kulturellen Begegnungsstätte umgebaut werden. Am Montag befasste sich der Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt mit dem „Juwel der Stadt“.

Meinerzhagen - Nähert man sich der Villa im Park, versteht man, was Bürgermeister Jan Nesselrath meinte, als er in der montäglichen Sitzung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt von einem „Juwel der Stadt“ sprach. Das Baudenkmal soll im Rahmen des Regionale-2013-Projekts „Oben an der Volme“ zu einer sozio-kulturellen Begegnungsstätte werden.

Von Göran Isleib

Der Ausschuss hatte am Montag darüber zu befinden, ob dem Rat der Stadt Meinerzhagen empfohlen werden sollte, die Durchführung der Maßnahme zu beschließen.

Noch in der Stunde der Öffentlichkeit meldete sich Fritz Schmid zu Wort. Der Vorsitzende von KuK – Verein für Kommunikation und Kultur – appellierte eindringlich an den Ausschuss, den geplanten Umbau so zu realisieren, dass im Erdgeschoss ein Veranstaltungsraum entsteht, der für rund 100 Kulturfreunde ausreichen würde. „Die jetzt in der Planung ausgewiesenen rund 51 Quadratmeter fassen maximal 60 Personen. Um aber halbwegs kostendeckend arbeiten zu können, brauchen wir rund 100 Besucher kultureller Veranstaltungen.“

Hans-Joachim Hamerla vom Büro ASS Düsseldorf weiß um die Wünsche von KuK und weiteren Veranstaltergruppen. Die Villa im Park ist jedoch ein Denkmal, ebenso wie der Park selbst, schränkte er ein. „Da müssen die Belange des Denkmalschutzes unbedingt beachtet werden.“ „Um einen Denkmal adäquaten Umbau zu erreichen, sollen vier qualifizierte Architekturbüros um ein Angebot und Referenzen gebeten werden“, schlägt die Verwaltung vor. Es solle mit Unterstützung des Büros ASS ein geeignetes Büro ausgewählt werden. Das beauftragte Büro soll zunächst ein detailliertes Aufmaß erstellen und einen Grundriss-Vorentwurf zum Raumprogramm anfertigen. Beides soll im Dezember dieses Jahres vorliegen und anschließend mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) abgestimmt werden. Als Vorentwurf soll dann auch das Parkpflegewerk und das Freiraumkonzept des Volksparks vorliegen.

Insgesamt 1,29 Millionen Euro werden für Erwerb und Umbau der Villa veranschlagt. Bei einem Fördersatz von 60 Prozent könnten 774 000 Euro an Städtebaufördermittel fließen. Die Stadtverwaltung rechnet noch in diesem Jahr mit dem Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Arnsberg.

Als jährliche Folgekosten rechnet Hans-Joachim Hamerla mit rund 30 000 Euro, die sich aber vollständig refinanzieren ließen. Der sachkundige Bürger Klaus Laufer (UWG) wollte dem nicht so recht zustimmen. „Die geplanten Einnahmen sind viel zu hoch angesetzt“, glaubt er. Dem widersprach Hamerla energisch: „Im Gegenteil, wir haben das mit sehr viel Bedacht berechnet und gehen davon aus, dass unsere Rechnung sehr realistisch ist.“

Matthias Scholand (CDU) stellte Grundsätzliches fest: „Kultur ist eine Investition in uns selbst, für unsere Kinder und Kindeskinder.“ Gerade in Bezug auf die Villa als „Haus der Kultur“ müsse man „Oben an der Volme denken“, denn auch die anderen drei Kommunen Kierspe, Halver und Schalksmühle könnten die Villa im Park nutzen, erläuterte der Ratsherr und zugleich Vorsitzende des Kulturausschusses.

Das geht indes auch schon aus der Verwaltungsvorlage hervor: „Die Villa im Park soll Bestandteil der ‘Häuser der Kultur’ als Orte der ‘Art Volmetal’ in der Region ‘Oben an der Volme’ werden.“

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