Ausschuss gegen Pläne für Haus Lyck

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Der Gebäudekomplex würde durch Anbauten zu einem Viereck. Die Spiel- und Wiesenflächen zu Parkplätzen.

Meinerzhagen - Der Bau- und Vergabeausschuss hat einer Bauvoranfrage für die Umwandlung von Haus Lyck in ein großes Gemeindezentrum das Einvernehmen versagt. Eine endgültige Entscheidung muss nun der Märkische Kreis treffen.

Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar ging in den Ausführungen zur Bauvoranfrage auf zwei wesentliche Punkte ein. Eines der Kriterien, die in der Verwaltung für Ablehnung sorgten, waren die geplanten Parkplätze. Diese würden im Falle einer Realisierung im planungsrechtlichen Außenbereich entstehen – was nicht zulässig ist. Beim Aus- und Umbau des vorhandenen Gebäudekomplexes wäre zwar der sogenannte Innenbereich betroffen. Die dadurch aber erforderliche Maßgabe, dass sich das „neue“ Gebäude in die Umgebung einfügen müsste, sei nach dem vorliegenden Plan aber nicht erfüllt. In der Nachbarschaft handele es sich um „normale“ Wohnbebauung, so Rothaar. Und auch das Gebäude des Skiverbandes und des KKSV-Heimes würden keine Ansiedlung in dieser Dimension rechtfertigen. Skizziert wurde im Plan ein umfangreicher Um-, An- und Überbau des bisher u-förmigen Schullandheims. Und auch die verkehrlichen Probleme für die Anliegerstraße durch den zu erwartenden Besucherzustrom wurden kritisch gesehen. Letztendlich ergab die mit zwei Enthaltungen getroffenen Entscheidung ein deutliches Signal: Das Haus Lyck soll nicht größer oder intensiver genutzt werden als bislang. Die Frage, wer oder was den Anstoß für die Bauvoranfrage gegeben hat, ist offen. Sowohl der Name des Architekten und auch der eines eventuellem Auftraggebers sind datenrechtlich geschützt. Das Schullandheim befindet sich noch im Eigentum der Stadt Hagen, welche es zum Verkauf anbietet. Nach MZ-Informationen hatte die Freie Evangeliums Christen Gemeinde (FECG) einst Interesse am Haus Lyck, da die Räume an der Beethovenstraße knapp würden. Auf Anfrage der MZ bestätigte Andrej Bergen von der Gemeindeleitung, „dass man sich auch mal mit diesem Objekt befasst habe, aktuell aber kein konkreter Plan existiere“. Was sich nun nach der Entscheidung des Märkischen Kreises bei der Weiter- oder Neunutzung des Areals ergeben wird, ist offen. Zurzeit ist dort in Teilen die Awo-Kita übergangsweise untergebracht. Nach Fertigstellung des Kita-Neubaus Am Brannten steht allerdings nach heutigem Stand der sofortige Umzug dorthin an.

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