Pilgern von Meinerzhagen nach Essen

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Beim Bistum Essen ist Karl-Heinz Leibold (3. von rechts) mit den Planungen rund um den Pilgerweg befasst. Mit dem heimischen Planungsteam um Christina Först (links neben Leibold) besprach er im Stadtwerke-Tagungsraum Details.

Meinerzhagen - 2400 Höhenmeter Gesamtanstieg, ganze 2700 -abstieg. Und das alles bei einer absoluten Höhendifferenz von 480 Metern. Die knapp 105 Kilometer lange Wanderstrecke hat es in sich.

Wer die Strecke dennoch gehen möchte, bekommt geistlichen Beistand. Denn: Das Ruhrbistum Essen ist mit „im Boot“. Die Rede ist vom recht neuen Pilgerweg zwischen Meinerzhagen und dem Essener Dom, der Bestandteil des Projektes „Pilgern im Bistum Essen“ ist. Im September eingeweiht, führt die Strecke von der Volmestadt über Lüdenscheid, Breckerfeld, Ennepetal-Voerde, Gevelsberg, Sprockhoevel, an Bochum vorbei nach Essen. 

„Der Pilgerweg hat keine festen Tages-Etappen. Jeder ist eingeladen, die verschiedenen Abschnitte so zu entdecken, wie es Zeit, Interessen und die eigene Kondition ermöglichen – und dabei auch sich selbst ein bisschen besser kennenzulernen. Alle Teile des Pilgerwegs sind in beide Wegrichtungen mit einem einheitlichen Zeichen markiert“, informiert das Bistum Essen. Die Tour von Meinerzhagen nach Essen ist eines von insgesamt fünf Teilstücken und der längste Abschnitt des Gesamtprojektes „Pilgern im Bistum Essen“. Sie verbindet märkisches Sauerland und Ruhrgebiet. Dabei haben sich die Organisatoren darum bemüht, hauptsächlich Waldwege auszuwählen. Sie empfehlen Wanderern, welche die Strecke gehen möchten, eine gute Kondition und gute Ausrüstung, vor allem festes Schuhwerk. Und Rucksackverpflegung ist ebenfalls angeraten, denn auf einigen Teilstücken gibt es keine Einkehrmöglichkeiten. Wie sich die jeweiligen Wanderer die Strecke einteilen, bleibt allerdings ihnen allein überlassen. Selbstverständlich ist es möglich, nur kurze Teilstücke zu gehen. Das mache den Pilgerweg attraktiv für alle Altersgruppen, heißt es.

„Pilgern im Bistum Essen“ wird auch in Meinerzhagen unterstützt. Dazu hat sich ein Planungsteam zusammengefunden. „Als Gemeinschaftsprojekt der Ökumene-Ausschüsse der katholischen und evangelischen Gemeinden Meinerzhagen wird es auch von Mitgliedern der Freien Evangelischen Gemeinde unterstützt“, erläutert Mitglied Christina Först, die damit ein Zeichen setzen möchte für eine lebendige Ökumene. 

Die 105 Kilometer in fünf Etappen mit zwei Doppeletappen im Rahmen einer „Pionier-Pilgerreise“ zu bewältigen, das hat sich eine heimische Gruppe vorgenommen. Das sei nicht nur eine spirituelle Chance, sondern auch logistisches und planungstechnisches Neuland, sagt Först. Nach der Auftaktwanderung, welche die Volmestädter am 3. November 2018 ab Meinerzhagen und bis nach Kierspe unternahmen, steht die nächste Etappe übrigens am 31. März auf dem Programm. Sie startet am Freizeitpark in Kierspe und führt zum Lüdenscheider Bahnhof. Dort ist eine Einkehr bei der Freien Evangelischen Gemeinde an der Börsenstraße geplant. Gemeinsame Fahrgemeinschaften werden für die Rückkehr organisiert. Telefonische Infos für Interessenten Interessenten können noch einsteigen, Informationen gibt es bei Christina Först, Tel. 0 23 54/1 41 19, oder Gisela Schulte, Tel. 0 23 54/92 89 32. Für die nächsten Jahre sind dann auch Einzelwanderungen in den Kiersper und Valberter Gemeinden geplant. 

In der vergangenen Woche trafen sich an dem Projekt beteiligte Meinerzhagener Bürger mit dem Bistumsbeauftragten Karl-Heinz Leibold im Tagungsraum der Stadtwerke an der Bahnhofstraße. In der Diskussion ging’s um Details wie eine App zur Wanderstrecke und touristische Infrastruktur am Wegesrand. Karl-Heinz Leibold gab eine Einführung in die Details der Pilgerstrecken. Er nahm auch Erfahrungen mit nach Essen, welche die Begehbarkeit und Beschilderung des Weges betreffen. Karten, Einkehrmöglichkeiten, öffentliche Verkehrsmittel an den Strecken – all das waren Themen der Besprechung.

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