Warum sind Jugendliche in der Pubertät zickig und mürrisch?

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Studiendirektor Peter Köster referierte im Gymnasium ausgesprochen unterhaltsam zum Thema Pubertät.

Meinerzhagen – Angesichts von Zickenterror und Gesprächsmuffelalarm fragen sich die Eltern von pubertierenden Jugendlichen häufig: „Was ist bloß mit unseren Kindern los?“

Antworten auf diese Frage gab am Mittwoch in der EGM-Aula Peter Köster, Studiendirektor, Fach- und Kernseminarleiter am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Köln, der erneut auf Einladung der Fördervereine von Sekundarschule und Gymnasium zu Gast war.

Mit Humor und ausgesprochen unterhaltsam erläuterte er anhand von Erkenntnissen aus Hirnforschung und Neurobiologie die Entwicklung des menschlichen Gehirns und den gewaltigen Umstrukturierungsprozess, der während der Pubertät stattfindet und der, gepaart mit einer Umstellung des Hormonhaushaltes, Ursache für das manchmal rätselhafte Verhalten der Jugendlichen ist, etwa die Achterbahnfahrt der Gefühle oder ein gesteigertes Risikoverhalten.

Auch auf die Veränderung des Schlafverhaltens, hervorgerufen durch eine verspätete Ausschüttung des Hormons Melatonin, ging der Referent ein. Folge sei ein Schlafdefizit, Müdigkeit am Morgen und damit häufig auch ein Leistungsabfall in der Schule. Verstärkt werde dieser Vorgang noch durch den Gebrauch von Handy und Computer vor dem Schlafengehen, da die Blaustrahlung dieser Geräte das müde machende Hormon zerstöre. In diesem Fall setzt Köster auf klare Regeln, Vorgaben und Absprachen. Seine Botschaft für die Eltern: „Aus Erziehung muss Beziehung werden“. Nur so sei es möglich, die Teenager beim Erwachsenwerden individuell zu begleiten, zu fordern und zu fördern.

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