Meinerzhagen

Peter Herrmann ist neuer Schützenkönig

Peter Herrmann wird als neuer Meinerzhagener Schützenkönig ins Festzelt getragen.

MEINERZHAGEN ▪ Seit Montag 18.37 Uhr hat Meinerzhagen einen neuen Schützenkönig. Peter Herrmann (47) war mit dem 27. Schuss der glückliche von diesmal insgesamt elf Bewerbern, der mit einem regelrechten Blattschuss den Rumpf des Holzvogels mitsamt der Halterung zur Erde beförderte.

Am Abend wurde der neue Regent mit Ehefrau Petra (46) an seiner Seite als Nachfolger von Schützenkönig Dieter Bender in feierlicher Zeremonie gekrönt. Besonders groß war der Jubel über den Königsschuss bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, in dessen Reihen Peter Herrmann als Unterbrandmeister aktiv im Einsatz für die Allgemeinheit steht.

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Der 47-Jährige wohnt in Meinerzhagen Auf der Leye. Er ist beruflich als Schlosser bei der Otto Fuchs KG tätig. Er gehört dem Schützenzug Birkeshöh an, in dessen Jubiläumsjahr er nun als insgesamt vierter Regent aus seinen Reihen in die Annalen eingeht. Mit seiner Frau Petra, die seit 1980 in Meinerzhagen lebt, ist er seit 1991 verheiratet. Es war das erste Mal, dass er bei einem Königsschießen antrat, wobei die Entscheidung dafür nach gutem Zureden auch vieler Freunde und Bekannter erst am Samstag gefallen war, wie Peter Herrmann verriet.

Peter Herrmann ist neuer Schützenkönig in Meinerzhagen

Die offensive Informationspolitik der Schützengesellschaft im Vorfeld der gestrigen Entscheidung mit klaren Angaben darüber, welche Verpflichtungen auf ein Schützenkönigspaar zukommen, scheint gefruchtet zu haben. Trugen sich bei den beiden vorangegangenen Schützenfesten jeweils nur drei Schützen in die Bewerberliste ein, was ein Negativrekord war, waren es diesmal zur Freude der Verantwortlichen elf Kandidaten. Sie traten in folgender Reihenfolge insgesamt nur zu zwei vollen Durchgängen an: Frank Handke, Christoph Last, Uwe Peters, Götz Ander, Peter Hermann, Frank Schäfer, Frank Weyland, Manfred Rompel, Günter Schürholz, Reinhard Menzel und Dennis Berndt.

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Bevor das Königsschießen auf die rot markierte Halterung pünktlich um 18 Uhr eröffnet wurde, hatte es zuvor beim Insignienschießen schon einen spannenden Wettkampf um die begehrten Trophäen gegeben. Dabei war es Matthias Vedder, der geistige Vater einer im oberen Volmetal nicht unumstrittenen Schützen-App, der unter Beweis stellte, dass er nicht nur virtuell gut auf Vögel zielen kann. Mit den 20. Schuss erbeutete der USM-Schütze die Krone. Mit dem 56. Schuss fiel der Reichsapfel, der an Martin Albus ging. Jens Köster traf mit dem 75. Schuss das Zepter entscheidend. Der rechte Flügel ging mit Schuss 125 an Hendrik Schliffke. Und um 17.21 Uhr endete das Insignienschießen mit dem Abschuss des linken Flügels durch Frank Baginski.

Und nun stieg die Spannung bis zur namentlichen Bekanntgabe der Königsaspiranten spürbar. Draußen auf dem Festplatz verfolgten etliche hundert Schaulustige dicht gedrängt die anstehende Entscheidung, mit dem das Meinerzhagener Schützenfest 2012 nunmehr auf seinen Höhepunkt zusteuerte. Sportlich fair wünschten sich die Bewerber gegenseitig viel Glück und traten dann jeweils nach Aufruf ans Gewehr. Kommentiert von Harald Veit, entwickelte sich ein packender Wettkampf, bei dem deutlich wurde, wie sehr sich jeder der Kandidaten den entscheidenden Treffer vornahm.

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