Freibäder: Personalsorgen – und kein Ende in Sicht

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Trotz des Personalmangels – die Sicherheit in den Freibädern Oststraße und Valbert bleibt gewährleistet.

Meinerzhagen - Von fünf hauptamtlichen Mitarbeitern sind momentan nur noch zwei uneingeschränkt einsatzbereit. Und dennoch läuft der Betrieb in den beiden Meinerzhagener Freibädern weiter – ohne dass die Sicherheit auf der Strecke bleibt.

Von Jürgen Beil

Lediglich montags (Oststraße) und dienstags (Valbert) bleiben die Einrichtungen geschlossen. Das lässt sich angesichts der prekären Personalsituation auch nicht anders machen. Vor allen Dingen der Dienst am Beckenrand, sprich die eigentliche Badeaufsicht, muss gewährleistet sein, denn hier geht es schließlich um Menschenleben. Und genau dort „drückt der Schuh“. „Von den eigentlich fünf Hauptamtlichen können nur noch zwei diesen Dienst versehen. Die anderen drei Mitarbeiter sind nur noch im technischen Bereich einsetzbar“, erläuterte Heinz-Gerd Maikranz, Fachbereichsleiter Bildung, Sport und Kultur bei der Stadt Meinerzhagen.

Im vergangenen Jahr gab es ehrgeizige Pläne, was die Öffnungszeiten der beiden heimischen Freibäder angeht. Häufig hatte es Kritik an den beiden Ruhetagen gegeben. Unmut regte sich vor allem dann, wenn montags oder dienstags sommerliche Temperaturen herrschten und die Besucher vor verschlossenen Türen standen. „Doch daran lässt sich auch momentan nichts ändern. Allein aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen müssen wir an diesen Tagen dicht machen. Wir haben einfach nicht das Personal, um die ganze Woche zu öffnen, so wie 2013 einmal angedacht“, erläutert Maikranz. Der Fachbereichsleiter hat sich in der Vergangenheit immer wieder darum bemüht, Vertretungen für erkrankte Freibad-Mitarbeiter zu finden – oft vergeblich. „Der Markt ist leer“, zuckt Maikranz mit den Schultern.

Ob sich die personelle Lage wenigstens in der kommenden Saison entspannt? Heinz-Gerd Maikranz wagt in dieser Hinsicht keine Prognose. „Wir werden uns im Spätherbst oder Winter zusammensetzen und die Situation analysieren. Dann werden wir sehen, was machbar ist.“

Hat die Dauerhitze im bisherigen Sommer wenigstens für Rekordbesuch in den Freibädern gesorgt? „Nein“, lautet Eduard Haufs ernüchternde Antwort. Der Sachgebietsleiter Sport, im Rathaus auch für die Freibäder zuständig, weiß auch warum: „In diesem Sommer war es bisher zwar heiß, aber oft auch bewölkt. Und dann kommen eben nicht so viele Besucher. Bisher war der Besuch sogar etwas schlechter als in der Saison 2013.“

Lediglich in der 29. Kalenderwoche, also vom 14. bis 20. Juli, strömten die Meinerzhagener in ihr Bad. Allein am Samstag in dieser Woche stürzten sich 1200 Menschen an der Oststraße in die Fluten, in Valbert waren es am selben Tag immerhin 300.

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