Mehr Ein- als Auspendler - und umgekehrt

So fällt die Pendler-Statistik für Meinerzhagen und Kierspe aus 

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Die Straßen rund um Meinerzhagen und Kierspe können durchaus idyllisch sein – wer pendeln muss, steht in dieser Region nur selten im Stau. 

Meinerzhagen/Kierspe - Meinerzhagen hat viel zu bieten. Auch Arbeitsplätze. Das zeigt ein Blick in die Statistik. Dort ist ausgewiesen, dass mehr Menschen in die größte Stadt an der oberen Volme ein- als auspendeln. In Kierspe ist es umgekehrt.

Das hat IT NRW als statistisches Landesamt festgestellt. 5810 Menschen fahren (beinahe) täglich nach Meinerzhagen, um hier Geld zu verdienen. 5190 Volmestädter verlassen aus diesem Grund ihre Stadt. Kierspe ist für 3254 auswärtige Menschen der Ort, an dem der Arbeitgeber auf sie wartet. Zum Job in eine andere Kommune pendeln hingegen 5263 Kiersper.

„Pendlerströme“ sind zu den Verkehrs-Spitzenzeiten in beiden Städten unterwegs. Denn nicht nur der städteübergreifende Verkehr wirkt sich aus, auch innerhalb der beiden Ortschaften sind zahlreiche Bürger unterwegs, um ihre Firma zu erreichen. 4944 Meinerzhagener pendeln täglich innerhalb ihrer Stadt. In Kierspe sind es 2986. 

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Und aus welchen Städten zieht es die meisten Menschen zwecks Geldverdienen nach Meinerzhagen? Keine Überraschung: aus dem benachbarten Kierspe, nämlich genau 1395. Lüdenscheid (640), Gummersbach (470), Drolshagen (397) und Marienheide (319) sind die Wohnorte anderer „Berufspendler“. In Kierspe stammen die meisten Einpendler (730) aus Meinerzhagen. Aus Lüdenscheid kommen täglich 713 Menschen nach Kierspe, aus Bochum 291, aus Halver 210 und aus Gummersbach 143. 

Arbeitsplätze findet die größte Gruppe der Meinerzhagener Auspendler in Lüdenscheid, wo 1279 Bürger ihrem Job nachgehen. Dahinter folgen die Städte Kierspe (730), Attendorn (409), Gummersbach (232) und Halver (196). Die Region „oben an der Volme“ verlassen 1395 Kiersper Auspendler nicht, wenn sie ihrem Job nachgehen. Sie arbeiten nämlich in Meinerzhagen. Lüdenscheid (1194 Kiersper Auspendler), Halver (450), Wipperfürth (272) und Gummersbach (203) folgen in der Rangliste der beliebtesten Städte, was den Arbeitsplatz von Kiersper Bürgern angeht.

Im Idealfall werden im Pendlerverkehr Fahrgemeinschaften gebildet. Das reduziert die Kosten und schont die Umwelt. Genau in diese Richtung gehen auch Bemühungen des Landebetriebes Straßen.NRW und der Stadt Meinerzhagen. Weitere „Mitfahr-Parkplätze“ sollen also nahe der Autobahn 45 geschaffen werden. „Wir sind vom Landesbetrieb gebeten worden, Kontakt zu den betroffenen Grundstückseigentümern aufzunehmen“, so Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck.“ Das Ziel: So sollen weitere Stellflächen beispielsweise an der Sauerlandlinie gegenüber des OBI-Marktes geschaffen werden. 

In seiner Mitteilung an die Stadt von Ende Juni hatte der Landesbetrieb darüber informiert, dass er einen weiteren Bedarf für Pendlerparkplätze sehe. „Die Stadt begrüßt die Überlegungen des Landesbetriebs und steht der Bereitstellung der städtischen Flächen positiv gegenüber. Mit den weiteren Eigentümern werden Gespräche geführt“, so Jürgen Tischbiereck. Verlaufen diese positiv, könnte kurzfristig, vielleicht sogar noch in diesem Jahr, mit dem Bau begonnen werden. Bis dahin ist von der Stadt zur „Entschärfung“ der Situation eine Randbegrenzung markiert und ein absolutes Halteverbot eingerichtet worden. 

Ein eigenes Pendler-Konzept gibt es bei der Stadt Meinerzhagen nicht. Uli Breitung vom Fachbereich Technischer Service verweist in diesem Zusammenhang allerdings auf den Schwerlastverkehr und die Südumgehung. Die habe zu einer erheblichen Entlastung der Stadtmitte beigetragen. Und für den Lieferverkehr der Firma Otto Fuchs wurde bereits vor Jahren ein eigenes Leitsystem installiert. Auch das mit dem Ziel, die Innenstadt zu entlasten.

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