Pastor Stefan Beilicke: Der neue Seelsorger für Meinerzhagen

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Im Pfarrbüro in Valbert hat sich Pastor Stefan Beilicke schon provisorisch eingerichtet. Derzeit ist er dabei, auch die benachbarte Wohnung zu beziehen.

Meinerzhagen - Stefan Beilicke ist 46 Jahre alt und angekommen. Seine neue Heimat ist Valbert, hier wird der katholische Pastor in Zukunft wohnen und wirken. Beilicke soll das seelsorgerische Team unterstützen, das nach dem Abschied von Thorsten Rehberg noch kleiner geworden ist

Der „Neue“ ist jedoch nicht nur im Ebbedorf tätig, er wird auch in Meinerzhagen, Mühlhofe und sporadisch in Kierspe predigen und Kontakte zur Pfarrei St. Maria Immaculata pflegen.

Seelsorgerische Arbeit vor Ort – das ist es, was der in Karlsruhe geborene und aufgewachsene Zisterzienserpater, der in seinem Stift als Bruder Placidus wirkte, als „sein Ding“ bezeichnet. „Die Diözese beauftragte mich genau damit und fragte, ob ich den Dienst in Meinerzhagen übernehmen könne. Mein Kloster Heiligenkreuz stimmte zu – und hier bin ich“, erläuterte Stefan Beilicke, wie Valbert zu seiner neuen – zumindest postalischen – Heimat wurde. Denn, wie gesagt: Aufgaben wird der Pastor in der ganzen Großpfarrei übernehmen. 

Sorge um Menschen am Rande der Gesellschaft

Beilicke studierte Theologie in Bonn und Wien. Der österreichischen Hauptstadt blieb er zunächst als Zisterzienserpater treu. Im Jahr 2009 kam er dann nach Bochum-Stiepel, wo er in der „Tochtergründung“ seines Klosters arbeitete. Im Ruhrgebiet suchte er auch Kontakt zu Menschen am Rande der Gesellschaft, denen er sich in seiner täglichen Arbeit gern widmete. 

„In unserer Gesellschaft wird ganz viel Not übersehen – und das nicht nur in großen Städten, sondern durchaus auch auf dem Land“, hat Stefan Beilicke festgestellt. Dem möchte er weiter entgegenwirken. 

In Meinerzhagen geht es Stefan Beilicke nun auch darum, sich schnell zu vernetzten, Kontakte aufzubauen. „Es ist uns sehr wichtig, ein noch größeres Gemeindebewusstsein zu schaffen. Und für Menschen in Not, für Menschen am Rande, sehe ich mich als Ansprechpartner. Auch für sie bin ich offen.“

Offen für Ökumene

Die Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls, vorhandene Potenziale nutzen und die Jugendarbeit, auf diese kurzen Nenner bringt der neue Pastor seine Vorstellungen von lebendiger Kirche. Dazu gehören für ihn auch Kontakte in die Schulen und Kindergärten. 

„Ideal wäre es, die Kinder und Jugendlichen von der Erstkommunion an als katholische Kirche zu begleiten“, findet der Pastor und Pater. Dabei sieht er die Zusammenarbeit mit evangelischen Christen vor Ort durchaus positiv, steht der Ökumene aufgeschlossen gegenüber: „Sehr gern würde ich das aufnehmen. Ich bin schließlich in einem ökumenischen Haushalt aufgewachsen.“ 

Privat ist Pastor Stefan Beilicke ein Naturliebhaber. Gern sei er im Ruhrgebiet an einem Kanal spazieren gegangen. „Der größte Sportler bin ich allerdings nicht“, gibt er zu. Auch das Lesen gehört zu seinen Steckenpferden. „Ein alter Mann sagte einmal zu mir, dass man drei Arten von Büchern auf seinem Nachttisch liegen haben sollte: Ein theologisches Buch, ein Buch aus dem Bereich Allgemeinbildung beziehungsweise Politik und einen Krimi. Daran halte ich mich“, lacht Pastor Beilicke.

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