38 Stellplätze sollen entstehen

An dieser Stelle würde die geplante Zufahrt zum Parkplatz Ihnewiese errichtet. Über eine Rampe wären dann die 38 neuen Stellplätze zu erreichen. Ebenso gäbe es einen Anschluss an den bereits bestehenden neuen Weg auf der Ihnewiese. - Foto: Helmecke

VALBERT - Am 21. September 2013 um 18 Uhr schlossen sich endgültig die Türen des Rewe-Marktes in Valbert. Seit 2001 hatte die Familie Trost den Markt betrieben. Bereits zehn Jahre zuvor war die ortsansässige Familie Dörnen mit einem breiten Warenangebot für die Kunden da.

Von Jochen Helmecke

Insgesamt kamen so 25 Jahre „ortsnahe Versorgung“ zusammen. Rund um das Ladenlokal herum gab es 50 Parkplätze für die Kunden, aber auch für die in der Nachbarschaft angesiedelten Geschäfte und Dienstleister.

Auch nach der Schließung stehen diese Parkplätze derzeit weiterhin zur Verfügung. Eine Tatsache, die in der Beratung des Bebauungsplanes Nummer 70, „Valbert-Mitte“, jetzt eine nicht unwichtige Rolle spielte. Im zuständigen Fachausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt ging es dabei Mitte November im Rahmen der Erörterung des Bauprogramms 2014 auch um die Anlegung des Parkplatzes Ihnewiese. 175 000 Euro sollen dafür aufgewendet werden, um insgesamt 38 Stellplätze mit einer ansprechenden Begrünung – ähnlich der auf dem Lidl-Parkplatz – und einer Zuwegung von der Ihnestraße anzulegen.

Ob es hierfür im Moment überhaupt einen Bedarf gibt, war die Kernfrage, die Verwaltung und Kommunalpolitik nicht direkt beantworten konnten. Daher soll zunächst nochmals die Situation überdacht werden.

Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar verwies in diesem Zusammenhang auf die Errichtung der Radportale im Rahmen der Regionale-2013-Projekte. Einer der Standorte hierfür sollte auf dem Parkplatzgelände sein. Zwar hat die Verwaltung schon Kontakte für eine Alternativlösung aufgenommen, ein abschließendes Ergebnis liegt jedoch noch nicht vor.

Volkmar Rüsche (CDU) riet im Hinblick auf eine mögliche Nachnutzung des leerstehenden Rewe-Marktes dazu, die eingeplanten Mittel für den Parkplatz zunächst nicht zu streichen. Letztendlich könnten die Parkplätze bei einer „Wiederbelebung“ des Gebäudes wieder benötigt werden.

In der Auswirkung auf die „Parkplatzlage“ im Ebbedorf in die gleiche Richtung, wenn auch mit anderer Grundlage, bezog sich der Hinweis von Ausschussmitglied Wilfried Turk (CDU). Er erinnerte daran, dass die Eigentümer des Grundstücks jederzeit den Privatparkplatz schließen könnten und er dann grundsätzlich nicht mehr bereitstehen würde.

Betrachtet man zudem die Situation vor Ort, findet man eine Renaturierung der Ihnewiese für etwa 125 000 Euro vor. Gefördert mit rund 80 Prozent Landeszuschuss, ist die Ihne im Ebbedorf jetzt wieder auf einem etwa 200 Meter langen Abschnitt in einem natürlichen Bachbett „untergebracht“. Hinzu kommt der neu geschaffene Weg auf der Ihnewiese, der im Moment aber hinter der neuen Brücke endet. Dieser soll nach der bisherigen Planung am „neuen Parkplatz“ angeschlossen werden und dann einen Zugang zum Dorf bieten.

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