„Park soll respektvoll umgestaltet werden“

40 Interessierte besuchten den Ratssaal und informierten sich über die Pläne zur Umgestaltung des Volksparks.

Meinerzhagen - Ein Schmuckstück soll „ausgepackt“ werden und der Juwel soll glänzen: Im Rahmen der Regionale soll der Volkspark deutlich aufgewertet werden und höhere Freizeitqualität für Jung und Alt bieten. Am Donnerstag wurden die Pläne von der Stadt, dem Büro ASS aus Düsseldorf und dem Landschaftsplanungsbüro Drecker aus Bottrop im Ratssaal vorgestellt. Das Konzept stieß auf Zustimmung, die rund 40 Interessierten beschäftigten sich zudem mit Fragen zu Details.

Stadtentwicklerin Jutta Gruß-Rinck (ASS) betonte, dass der Park im Rahmen der Regionale ein wichtiges städtebauliches Bindeglied sei. So könnten Fördermittel – insgesamt 435 000 Euro sind für die Maßnahme veranschlagt, 60 Prozent dieser Summe sollen durch Zuschüsse gedeckt werden – in Anspruch genommen werden und daher werde auf die Eingänge besonderes Augenmerk gelegt. Sitzbalkone sollen an der Bahnhofstraße und am Kapellenweg angelegt werden, ein Podest im oberen Bereich gegenüber Bahnhof und ZOB. „Diejenigen, die ankommen, sollen den Park auf dem Weg in die Innenstadt nutzen.“ Auf die Verbindungsfunktion und die Wegefunktion richte sich der Fokus. Auch die Barrierefreiheit spiele eine große Rolle.

Landschaftsplaner Peter Drecker stellte ausführlich ein Konzept vor, das sich auf die Auswertung historischer Quellen und eine denkmalgerechte Erhaltung stützt. Früher sei der Park ein Garten gewesen, das solle in den Eingangsbereichen, in dem historischen ruhigeren Teil und auch hinsichtlich der Bepflanzung betont werden. Die charakteristische Allee solle bleiben. Nur: „Sollte eines Tages der Zenit einzelner Bäume überschritten sein, sollen alle entfernt und neu gepflanzt werden.“ Der betont „respektvolle Umgang“ fand große Zustimmung. Der ehemalige Baugesellschafts-Chef Wolfgang Moog meldete sich als Bürger zu Wort und lobte, dass mit dem Ort behutsam umgegangen werde. Auch die Planung im Eingangsbereich Volmestraße/Kapellenweg mit altem und neuem Mauerwerk kam gut an. Als „problematisch“ wurde die Parksituation am Restaurant „Diva am Park“ bezeichnet. „Die Verhältnisse sind sehr eng“, stimmte Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar zu. Man wolle der Gastronomie aber den Lieferverkehr ermöglichen. Dass dortige Pumpenhaus – „scheußlich und hässlich“ – könne aufgrund der Zuleitungen zum Parkteich nicht abgerissen werden. Für den Vorschlag, für die Gastronomie eine Plattform auf dem Teich zu errichten, sahen die Planer keine großen Chancen. Dafür werde es keine Erlaubnis seitens des Denkmalamtes geben, hieß es. Ideen und Anregungen nahmen die Planer auch hinsichtlich des „aktiven“ Bereichs auf. Die Bürgerin Roswitha Urbanek wünschte sich Sitzgelegenheiten und einen Spielplatz hinter der Villa. Der Park solle Kindern als Naturraum zur Verfügung gestellt werden, stimmten die Planer zu. Doch man wolle Spielen „nicht verordnen“. Spielgeräte solle es daher an unterschiedlichen Stellen geben.

Stephan Gerdes und Jörg Anweiler meldeten für den Fanfarenzug den Wunsch an, auch größere Veranstaltungen durchführen zu können. Die Versorgung mit Wasser und Strom sei beim Parkfest schwierig gewesen, auf dem hügeligen Gelände einen Stellplatz für eine Bühne zu finden ebenfalls. Chancen für große Veränderungen sieht Jutta Gruß-Rinck in dieser Hinsicht nicht. „Flächen, die nicht da sind, können nicht hingezaubert werden.“ Hinter der Villa Schmiemicke, als „Haus der Kultur“ künftig Dreh- und Angelpunkt für „kleine, feine Veranstaltungen“, stehe eine Fläche für Außenveranstaltungen zur Verfügung. „Vielmehr ist nicht machbar.“ Das Konzept, das 2016 umgesetzt werden soll, sei noch nicht fertig, „wir müssen uns noch über viele Dinge Gedanken machen“, sagte Jutta Gruß-Rinck.

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