Paris aus einem anderen Blickwinkel gesehen

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Als Gast beim Jour fixe von KuK begrüßte Ulrike Erlhöfer den Referenten des Abends, Dr. Oliver Schulz. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Paris ist eine Messe wert“, das sagte Heinrich IV. (1553 – 1610) , der König von Frankreich war und zur Zeit der Religionskriege König viele der berühmten historischen Bauten zu seiner Zeit geschaffen hat.

Mit ihm begann Dr. Oliver Schulz seinen Streifzug durch die Geschichte der französischen Hauptstadt, den er auf Einladung von KuK beim Jour fixe am Mittwoch in der Galerie Langenohl hielt. Zur Begrüßung der zahlreich erschienenen Besucher stellte die 2. Vorsitzende Ulrike Erlhöfer den Historiker mit einigen einführenden Worten vor. Dr. Oliver Schulz wurde 1975 in Gummersbach geboren, wuchs in Meinerzhagen auf, machte am Evangelischen Gymnasium sein Abitur, studierte in Düsseldorf und Toulouse Geschichte, Romanistik und Anglistik und befasst sich hauptsächlich mit Europäischer Geschichte des 18. Jahrhunderts und der Geschichte Preußens. Dr. Schulz versprach den Zuhörerinnen und Zuhörern keinen bierernsten historischen Fachvortrag, sondern er nahm sie mit auf einen Streifzug durch ein Paris, dass maßgeblich von der Bautätigkeit Heinrich IV geprägt ist. Zu seiner Zeit hat Heinrich IV das von den Religionskriegen gebeutelte Land wieder aufgebaut, den Straßenbau modernisiert und die Verwaltung gestrafft. Dr. Schulz zeigte anhand alter Fotos, Stadtplänen, historischen Karten wie Paris in der Zeit vor der Umwandlung der Stadt im 19. Jahrhundert ausgesehen hat. Er wies auf die Bedeutung hin, die Heinrich IV für den Städtebau hatte. Neben dem Pont Neuf, dem Place des Vosges, waren es auch die Umbauarbeiten am Louvre und am Krankenhaus Saint-Louis. So entstand vor den Augen der Anwesenden ein Paris, wie es zur Zeit Heinrich IV aussah. Den seltenen Ansichten von früher stellte der Historiker aktuelle Fotos von Straßen, Plätze, Bauten und Brücken gegenüber. Es wurde ein Spaziergang von innen nach außen und von der Zeit Heinrich IV, bis in die Neuzeit. Ein etwas anderer Blickwinkel eben, der dafür warb, etwas genauer hinzusehen, denn die Spuren der vergangenen Zeit sind noch vieler Orts erkennbar. ▪ bel

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