Pampus Automotive wird erfolgreich saniert

Auch am Standort Meinerzhagen gelten die Arbeitsplätze bei Pampus als gesichert. ▪ Archivfoto

MEINERZHAGEN ▪ Neuigkeiten in Sachen Pampus-Automotive: Die Gläubiger haben am Mittwoch auf ihrer Versammlung in Hagen den eingereichten Insolvenzplan mit 99,97 Prozent der Stimmen angenommen.

Der Insolvenzplan war von der Geschäftsführung der Firma Pampus Automotive zusammen mit Rechtsanwalt Achim Thomas Thiele von der Kanzlei Husemann Eickhoff Salmen & Partner erarbeitet und mit dem Insolvenzverwalter Dr. Dirk Andres von der Kanzlei Andres – Schneider Rechtsanwälte & Insolvenzverwalter abgestimmt worden, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Gläubiger des Unternehmens erhalten demnach eine Insolvenzquote von 100 Prozent.

„Wir freuen uns über die positive Entscheidung der Gläubiger und die Annahme des Insolvenzplans“, sagte Andres. Pampus Automotive könne nun aus der Insolvenz entlassen werden, sobald die üblichen gesetzlichen Fristen abgelaufen sind. Der Automobilzulieferer sei dann final saniert. Mit der Sanierung über Insolvenzplan könne Andres alle noch bestehenden 336 Arbeitsplätze bei Pampus sichern.

„Für den Neustart wünsche ich dem Unternehmen viel Erfolg und alles Gute“, sagt Sanierungsexperte Andres, der im Zuge der Sanierung zusammen mit der Geschäftsführung wesentliche Maßnahmen der Restrukturierung im Unternehmen umgesetzt hat. Neben umfassenden finanzwirtschaftlichen Maßnahmen wurde beim Automobilzulieferer auch ein umfangreiches leistungswirtschaftliches Restrukturierungsprogramm aufgesetzt. Dieses umfasste die Kosten- und Produktkalkulation sowie die Umstellung der Logistik und Produktionsplanung.

Auch die Geschäftsführung begrüßte das positive Votum der Gläubigerversammlung. „Wir freuen uns über die überwältigende Zustimmung unserer Gläubiger“, sagt Geschäftsführer Ralph Steeger. „Nach der erfolgreichen Sanierung können wir uns nun wieder ohne Einschränkungen auf das operative Geschäft konzentrieren, so Steeger weiter.

Die Geschäftsleitung von Pampus Automotive hatte Mitte Mai 2010 beim Amtsgericht Hagen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zum 1. Juli 2010 hatte das Gericht das Insolvenzverfahren eröffnet und Dr. Dirk Andres zum Insolvenzverwalter bestellt.

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