Otto Fuchs mit weiterem Rekordjahr

Der Messestand von Otto Fuchs in Le Bourget/Frankreich.

MEINERZHAGEN ▪ Die Otto Fuchs-Gruppe wird auch das zu Ende gehende Jahr 2011 mit einem neuen Rekordumsatz erfolgreich abschließen können.

Dr. Hinrich Mählmann, persönlich haftender Gesellschafter und als Mitglied der Geschäftsführung für die Bereiche Vertrieb und Marketing zuständig, berichtet in der zum Jahreswechsel veröffentlichten Werkszeitschrift „Fuchsbau“ darüber, dass der fulminante Aufschwung in 2010 nach Überwindung der Bankenkrise sich in diesem Jahr in fast allen Wirtschaftszweigen fortgesetzt habe. Wörtlich: „Dieser bescherte auch der Otto-Fuchs-Gruppe nach einem Rekordumsatz in 2010 von über drei Milliarden Euro weiter steigenden Auftragseingang und Umsatz in nahezu allen Sparten.“

In der Rangliste der 250 größten deutschen Unternehmen, die von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Juli veröffentlicht wurde, rückte das Unternehmen mit einem Gesamtumsatz im Jahr 2010 von 3,08 Milliarden Euro (Vorjahr 2,5 Mrd. Euro) um 18 Plätze weiter nach vorn auf Platz 142. Auch im Ranking der größten deutschen Familienunternehmen verbesserte sich Otto Fuchs von Rang 61 auf Rang 55.

In der letzten Sitzung des Rates der Stadt Meinerzhagen in diesem Jahr am 28. November hatte sich als Gast auch der Fuchs-Gesellschafter und Ehrenbürger der Stadt Meinerzhagen, Otto Rudolf Fuchs vor Rat und Verwaltung sehr zufrieden über die aktuelle Situation des Unternehmens geäußert. Die Otto Fuchs Gruppe spüre deutlich den wirtschaftlichen Aufschwung und man sei zuversichtlich, dass sich diese positive Entwicklung auch im kommenden Jahr fortsetzen werde, sagte er.

Die Lage des größten Meinerzhagener Unternehmens hatten die Mitglieder der Geschäftsleitung, Dr. Hinrich Mählmann (Vertrieb und Marketing), Richard A. Hussmanns (kaufmännische Leitung) und Klaus Gläser (technische Leitung) im Rahmen einer Führungskräfteversammlung und einer Betriebsversammlung ausführlich dargestellt. In der Werkszeitschrift „Fuchsbau“ gibt es dazu weitere detaillierte Informationen, aus denen wir nachstehend in Auszügen die folgenden Passagen zitieren:

Otto-Fuchs-Gruppe: Bereits ein Jahr nach der Krise wurde mit einem Umsatzwachstum von 26 Prozent auf den Rekordwert von 3,1 Milliarden Euro das Niveau des bisher besten Geschäftsjahres 2008 übertroffen. Die Anzahl der in der Gruppe beschäftigten Mitarbeitern erhöhte sich auf rund 8 900 Mitarbeiter, von denen etwa 6 700 im Inland tätig waren.

Otto Fuchs KG (Meinerzhagen): Nach einer deutlichen Umsatzsteigerung im Jahr 2010 werden wir im Jahr 2011 den bisher höchsten Umsatz des Vorkrisenjahrs 2008 noch einmal übertreffen. Die Anzahl der in Meinerzhagen beschäftigten Mitarbeiter stieg auf aktuell über 2 483 und damit den höchsten Stand seit 2004. Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich wie folgt:

Bereits im Jahr 2010 erholte sich im Zuge der konjunkturellen Belebung die Beschäftigung bei unseren Automobilprodukten wieder deutlich. War man zu Beginn des Jahres 2010 noch skeptisch, wie nachhaltig diese Erholung sein würde, erwies sie sich jedoch sehr schnell als überaus stabil. Auch im Jahr 2011 zeigte sich die deutsche Automobilindustrie recht resistent gegenüber den finanzwirtschaftlichen Turbulenzen. Dabei profitierten die deutschen Hersteller von hohen Exportraten, aber erfreulicherweise auch von einer hohen Binnennachfrage. So stiegen die inländischen Pkw-Neuzulassungen um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutschland war der Motor des westeuropäischen Pkw-Marktes. Demzufolge lagen unsere Produktionsmengen sowohl bei den Fahrwerksteilen als auch bei den Rädern deutlich über dem Vorjahresniveau.

Die Wirtschaftskrise hat den Preisdruck auf die Automobilzulieferer weiter verstärkt, so dass es immer schwieriger wird, die Produkte wirtschaftlich herzustellen. Aus diesem Grund haben wir die Produktion unserer Schmiedeleichträder bei unserem Tochterunternehmen Otto Fuchs Hungary Kft konzentriert.

Nachdem im Bereich der Luft- und Raumfahrt im Jahr 2010 zunächst der Auftragseingang wieder angestiegen ist, hat sich zum Ende des Jahres 2010 auch die Beschäftigungssituation in unseren Produktionsbetrieben wieder stabilisiert. Die Auslastung der Betriebe verbesserte sich im Laufe des Jahres 2011 weiter. Der hohe Auftragsbestand sowie die hohe Zahl an Anfragen und Aufträgen für neue Bauteile zukünftiger Flugzeuggenerationen lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken. Nach der erfolgreichen Umsetzung einiger Reparatur- und Erweiterungsinvestitionen sind wir in der Großpresserei und der Fertigung von Triebwerksteilen gut aufgestellt.

Um auch den zukünftigen Anforderungen im Flugzeugbau nach neuen, modernen und leichteren Werkstoffen gerecht zu werden, wurde die Investition in eine Erweiterung der Gießerei freigegeben.

Bei den Strangpressprodukten für die Bauindustrie lag das Umsatzvolumen im Jahr 2011 in etwa auf dem des Vorjahres. Besonders hervorzuheben sind die von uns entwickelten Lärmschutzwand-Elemente. Nachdem die erforderlichen Zulassungsverfahren der Deutschen Bahn erfolgreich durchlaufen wurden, erfolgten in diesem Jahr die ersten Auslieferungen. Die Lärmschutzwand-Elemente in ein- bzw. zweiseitig hoch absorbierender sowie transparenter Ausführung werden an stark frequentierten Verkehrswegen, zum Beispiel an Bahnstrecken des Hochgeschwindigkeitsverkehrs, eingesetzt und schützen wirksam gegen Lärmemissionen aus dem steigenden Verkehrsaufkommen.

Im Bereich unserer Strangpressprodukte für den Maschinen- und Anlagenbau lag die Beschäftigung auch im Jahr 2011 wieder über dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund des zu erwartenden höheren Umsatzvolumens wurde hier bereits im Jahr 2009 die Investition in eine neue 5 500-Tonnen-Strangpresse freigegeben. Sie ging zu Beginn des Jahres 2011 planmäßig in Betrieb.

Insgesamt gesehen konnten wir von der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung in den letzten beiden Jahren profitieren und stehen im Vergleich zum Trend der Branche sehr gut da. Nicht zuletzt auch deshalb, weil wir uns in den letzten Jahren und insbesondere auch in der Krise sehr gut für die Zukunft aufgestellt hatten.“

Auch der Betriebsrat des Unternehmens zeigt sich in seinem Bericht sehr zufrieden über die Erfolge und die gelebte Firmenkultur. So wird hervorgehoben, „dass die Unternehmensbilanz für das Jahr 2010 mehr Investitionen als Abschreibungen ausweist. Das sucht in der deutschen Unternehmenskultur von heute seinesgleichen. Auch die in diesem Jahr getätigten und für das nächste Jahr vorgesehenen Investitionen sind sehr zu begrüßen. Anstatt Kapital aus dem Unternehmen herauszunehmen und an die Börse zu bringen, erfolgen Eigenkapitalaufstockung und weitere Investitionen in Werte schaffende Industrieanlagen und Unternehmungen. Ein Beispiel, das Schule machen sollte, denn es zeugt von Vertrauen in Deutschland und die Menschen die hier leben. Dies möchten wir auch einmal besonders herausstellen und den Familien Fuchs unsere Anerkennung aussprechen“, heißt es wörtlich.

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