Mit Hochdruck gegen Flecken

Otto-Fuchs-Platz muss für viel Geld gereinigt werden

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Mit hohem Druck und ständig in einer Sprühnebelwolke eingehüllt: Der Mitarbeiter der Firma Rinn säuberte am Montag den Otto-Fuchs-Platz. Rund vier Arbeitstage waren dafür angesetzt.

Meinerzhagen – Am dritten Juni-Wochenende 2018 war es soweit, der Otto-Fuchs-Platz konnte eingeweiht werden. Der Platz wird gut vom Publikum angenommen. Nach und nach allerdings wurden auch die ersten Spuren der durch die Nutzung der Fläche entstandenen Verschmutzungen sichtbar

Das durch die Regionale 2013 geförderte, rund 1,4 Millionen teure Projekt steigert die Attraktivität der Innenstadt. Nach und nach allerdings wurden auch die ersten Spuren der durch die Nutzung der Fläche entstandenen Verschmutzungen sichtbar. Um diese zu entdecken, bedurfte es nicht eines besonderen Lupenblicks beziehungsweise eines Putzfimmels. Speziell nach Markttagen und an bestimmten Standorten von Verkaufsständen, aber auch nach dem Antreten der Fackelzüge anlässlich des Schützenfestes sah man Flecken.

Um die kümmerten sich, in einem ersten Reinigungsversuch und nach Rücksprache mit der Herstellerfirma, die Mitarbeiter des Baubetriebshofes. Dass Bemühen war erkennbar, der Erfolg aber mehr als mäßig.

In einer „zweiten Stufe“ rückten nun im August dieses Jahres die Fachleute der Firma Rinn (Hersteller des Belages und Serviceleister für derartige Reinigungen) an – neben Fachwissen über das Material auch mit besonderem Gerät ausgerüstet. Mit einem Hochdruckreiniger, der mit kreisenden Düsen unter einer fast bodendichten Abdeckung Wasser auf die Platten sprüht, verlief der Versuch erfolgreich. Daraus resultierend erhielt die Firma einen Reinigungsauftrag für rund 4800 Quadratmeter. Davon ist nur die eigentliche Veranstaltungsfläche des Platzes und nicht der multifunktionale Teil (überwiegend zum Parken genutzt) erfasst. Hierdurch kämen nochmals etwa 1200 Quadratmeter hinzu.

Dennoch ist schon der finanzielle Aufwand für den aktuellen „Herbstputz“ erheblich. 16 800 Euro sind jetzt und im nächsten Jahr bei einer Komplettreinigung rund 25 000 Euro aus dem städtischen Haushalt zu berappen. Hinzu könnten im Laufe der Zeit auch weitere Pflegekosten zum Erhalt kommen. Dass Nachsanden oder Imprägnieren würde beispielhaft dazu zählen.

„Wir gehen derzeit eher von einem anderthalb- bis zweijährigen Reinigungsturnus aus. Der hängt aber logischerweise von der Intensität und der Art der Nutzung des Platzes ab“, erläutert Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck seine aktuelle Einschätzung der Sachlage gegenüber der MZ. Er weißt in dem Zusammenhang darauf hin, dass soweit als möglich Vorkehrungen zum Schutz der Fläche getroffen werden. „Folien und andere Materialien unter bestimmten Verkaufsständen haben sich zum Teil bewährt“, berichtet Jürgen Tischbiereck.

Fakt ist aber, dass die helle Farbstruktur anfällig für Verschmutzungen ist und das Verdecken der eigentlichen Oberfläche, welche gerade durch ihr Verlegemuster im Zusammenspiel mit den Grautönen wirkt, unsinnig wäre.

Zumindest für einen kleinen Teil der Platzfläche wird es vor Einbruch des Winters aber einen bewährten Schutz geben. Denn die Brunnenanlage bekommt in Kürze wieder ihre Abdeckung mit Siebdruckplatten.

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