Für siebenstöckigen Neubau von Otto Fuchs muss neuer Bebauungsplan her

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Im südöstlichen Teil des Firmengeländes von Otto Fuchs sollen neue Gebäude errichtet werden.

Meinerzhagen - Die Firma Otto Fuchs KG plant auf ihrem Stammgelände einen 27 Meter hohen Neubau, in dem künftig die technische Forschung und Entwicklung gebündelt werden soll. Um das Vorhaben zu ermöglichen, muss der Planungsausschuss in seiner Sitzung am 7. Februar jedoch zunächst einen neuen Bebauungsplan aufstellen.

Das siebengeschossige Gebäude ist nämlich derzeit aufgrund seiner Höhe planungsrechtlich nicht zulässig. Auf dem Betriebsgelände zwischen „Schwarzenberg“ und Derschlager Straße sollen bestehende Gebäude abgerissen und danach zwei neue errichtet werden. 

Insgesamt investiert das Unternehmen in dieses Projekt auf dem Stammgelände etwa 22 Millionen Euro, sagt Dr. Hinrich Mählmann, persönlich haftender Fuchs-Gesellschafter.

Produktentwicklung wird gebündelt

„Wir brauchen mehr Platz für den Bereich Forschung und Entwicklung“, erklärt er. Im „Technikum“ genannten Gebäude sollen auf den oberen sechs Etagen etwa 150 Mitarbeiter aus der Produktentwicklung Platz finden, die derzeit an unterschiedlichen Stellen des Betriebsgeländes arbeiten. Hinzu kommt außerdem ein Betriebsmittelbau, in dem Werkzeuge und Vorrichtungen produziert werden. Noch befinde man sich zwar mitten in der Planungsphase, aber der Bauantrag für das Technikum sei gestellt, sagt Mählmann.

Aufgrund der Gebäudehöhe muss nun der Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt erst einen neuen Bebauungsplan für das 2800 Quadratmeter große Plangebiet aufstellen. Mit seiner Höhe hätte das Technikum nämlich Einfluss auf das Stadtbild, wie die Stadt mitteilt.

Wie aus der Vorlage des Planungsausschusses hervorgeht, füge sich das Gebäude nicht in die Eigenart der näheren Umgebung ein, da dort kein anderes Gebäude mit einer vergleichbaren Höhe zu finden sei. Daher sei das Bauvorhaben planungsrechtlich zurzeit nicht zulässig. Für das Gelände müssen daher zunächst die planungsrechtlichen Voraussetzungen in Form einer Bebauungsplanaufstellung geschaffen werden, bevor eine Baugenehmigung erteilt werden kann, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.

Neuer Akzent für die Silhouette der Stadt

Der Neubau werde allerdings aus Gründen der Wirtschaftsförderung und aus Gesichtspunkten der Stadtentwicklung positiv gesehen, heißt es. Es sei für die Stadt von wichtiger Bedeutung, da es der langfristigen Sicherung des Wirtschaftsstandorts Meinerzhagen diene. „Außerdem würde das Gebäude in der Silhouette der Stadt einen weiteren markanten Akzent setzen und so ihr Image als moderner Wirtschaftsstandort mit Bedeutung im Stadtbild transportieren“, heißt es in der Mitteilung weiter. Gleichzeitig würde mit dem hohen Gebäude ein neuer Orientierungspunkt in der Stadt gesetzt, der das bisherige Bild positiv ergänze.

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