Otto Fuchs KG kauft 50.000-Tonnen-Presse

Bei der Firma Otto Fuchs steht eine Großinvestition an. - Archivfoto: van de Wall

MEINERZHAGEN -  Bei der Firma Otto Fuchs KG steht eine Großinvestition mit einem Volumen von deutlich über 100 Millionen Euro an. Wie am Samstag berichtet, plant das weltweit tätige heimische Familienunternehmen die Anschaffung einer weiteren Großpresse. Das wäre dann die größte Investition in der nun über 100-jährigen Unternehmensgeschichte.

In der MZ-Berichterstattung war von einer Anlage mit einer Presskraft von 35 000 Tonnen die Rede. Diese Information bedarf der Korrektur. Tatsächlich handelt es sich bei der projektierten Schmiedepresse um eine Anlage mit einer Presskraft von 50 000 Tonnen und damit eine der größten überhaupt auf der Welt.

Wie weiter berichtet, geht es bei der Entscheidung aktuell vor allem noch um den Standort: Entweder Meinerzhagen oder Los Angeles in den USA am Sitz der dortigen Fuchs-Tochter Weber Metals.

Weil gegenüber den USA der Standort Meinerzhagen spürbare Nachteile in punkto Energiekosten und Lohnkosten aufweist, sind als Ergebnis einer Betriebs- und anschließenden Mitgliederversammlung der in der IG Metall organisierten Fuchs-Mitarbeiter nunmehr Tarifgespräche aufgenommen worden. Unter Beteiligung des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektro-Industrie Lüdenscheid und der IG Metall geht es dabei um „investitionsfördernde Tariflösungen“, wie es heißt. Geprüft werden soll dabei im Wesentlichen, inwieweit die höheren Personalkosten am Standort Meinerzhagen durch eine zeitlich befristete Regelung, etwa zur Arbeitszeit oder zu den regelmäßigen Entgelterhöhungen, ausgeglichen werden können. Im Gegenzug könnte die größte Investition der Unternehmensgeschichte die Bedeutung des Standortes Meinerzhagen für die Otto Fuchs KG und die Luftfahrtindustrie langfristig sichern.

Bernd Schildknecht, Erster Bevollmächtigter und zugleich Verhandlungsführer von Seiten der IG Metall, betont gegenüber der Meinerzhagener Zeitung, „dass es im Vorfeld noch keinerlei Absprachen oder Festlegungen für bestimmte Regelungen gegeben habe. „Gerüchte, wonach den Beschäftigten massive Opfer abverlangt werden sollen, entbehren jeder Grundlage“, stellte er klar. Schildknecht rechnet mit Vorliegen eines Verhandlungsergebnisses in etwa drei Monaten. Schildknecht kündigte an, dass zu diesem Thema zu gegebener Zeit auch eine weitere Mitgliederversammlung der IG Metall geben werde – voraussichtlich in der Stadthalle. - -fe

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