Otto Fuchs KG investiert viele Millionen Euro

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Im Bereich der Strangpresserei B 12 am Standort An der Woeste realisiert die Otto Fuchs KG zurzeit eine weitere Großinvestiton: In einer neuen Werkshalle wird 2011 eine 5500-Tonnen-Strangpresse in Betrieb gehen. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Umfangreiche Tiefbauarbeiten im Bereich An der Woeste oberhalb des Bahnhofsgeländes markieren in diesen Tagen den Beginn einer weiteren großen Baumaßnahme der Otto Fuchs KG. Das heimische Schmiedeunternehmen investiert auch im Jubiläumsjahr erneut in großem Stil in die Erweiterung und damit auch Zukunftssicherung der Arbeitsplätze an seinem Gründungsstandort Meinerzhagen.

Der für die Herstellung eines niveaugleichen Untergrunds für eine neue Werkshalle notwendige Bodenaushub wird mittels Lkw vom Baugrundstück abtransportiert und in Absprache mit der Stadt Meinerzhagen im Gewerbegebiet Darmche zur Geländeauffüllung entlang der neuen Erschließungsstraße Richtung Nordhellen wieder sinnvoll eingebracht.

Wie es die Unternehmensleitung bereits in einem Gespräch mit unserer Zeitung im November vergangenen Jahres angekündigt hatte, erfolgt eine nochmalige bauliche Vergrößerung im Bereich der Strangpresserei B 12. In einer neuen Produktionshalle wird eine weitere 5500 Tonnen Strangpresse aufgestellt. Auf dieser Anlage soll ab 2011 die Fertigung von großformatigen Aluminiumrohren anlaufen.

Nach Firmenangaben haben die Gesellschafter des Familienunternehmens für diese Maßnahme 20 Millionen Euro bereit gestellt. Diese neuerliche Großinvestition schließt sozusagen nahtlos an ein umfangreiches Investitionsprogramm an, für das beginnend 2006 im Meinerzhagener Werk rund 120 Millionen Euro eingesetzt wurden.

Unternehmen feiert im

Mai 100-jähriges Bestehen

Mit rund 2300 Beschäftigten am Standort Meinerzhagen ist die Otto Fuchs KG das mit Abstand größte Industrieunternehmen der Region. In diesem Jahr wird im Mai das 100-jährige Firmenbestehen gefeiert.

Das Unternehmen war zunächst eine kleine Messinggießerei und erweiterte seine Produktpalette in den 1930er Jahren durch die Verarbeitung von Aluminium. Es kam schon damals zu ersten Geschäftskontakten mit der boomenden Luftfahrtindustrie – einem von heute drei wichtigen Standbeinen des Unternehmens. Später wurde auch die Magnesiumverarbeitung mit in das Programm aufgenommen.

Schüco seit den 60er Jahren

eine Fuchs-Tochter

In den 1950er Jahren forderte die Luftfahrt den Einsatz des neuen „Supermetalls“ Titan. Fuchs stieg in das Geschäft ein und fertigte fortan Titanschmiedeteile.

In den 1960er Jahren wurde Schüco in Bielefeld erworben. Das weltweit bekannte Unternehmen, das heute unter dem Firmennamen Schüco International KG firmiert, ist eine hundertprozentige Tochter von Fuchs und mit deutlich über 2 Milliarden Euro jährlich auch Hauptumsatzträger in der Firmengruppe. Schüco ist in vielen Bereichen der Gebäudehülle tätig: neben den Schwerpunkten Fenster und Türen bietet Schüco Wintergärten und Balkone, sowie zukunftsweisende Solarsysteme. Für alle Bereiche hat Schüco hochwertige Systeme, die höchsten Ansprüchen an Energieeffizienz, Sicherheit, Komfort und Design genügen. Bei Fuchs in Meinerzhagen werden für Schüco unter anderem Alu-Profile hergestellt.

Weithin bekannt wurde das Meinerzhagener Unternehmen mit seinen Fuchsfelgen, die heute bei Porschefahrern legendär sind. Zum Unternehmen gehören weiterhin ein 1995 gegründetes 50:50 Joint Venture mit dem Felgenhersteller Superior namens SUOFTEC (Superior Otto Fuchs Technik) in Tatabanya/Ungarn.

Außerdem gehört Weber Metals Inc. mit Firmensitz in Paramount/Kalifornien zum Fuchskonzern. Dort werden Metallteile unter anderem auch für den Flugzeughersteller Boeing hergestellt.

Seit 2006 besitzt die Firma Otto Fuchs 70 Prozent von FOXTEC IKHWEZI in Südafrika zur Lieferung von Querlenkern an Mercedes Benz am dortigen Standort.

Das Unternehmen ist als Zulieferer in den Sparten Automotive, Aerospace, Bauindustrie und dem Maschinen- und Anlagenbau tätig.

Beim Umsatz liegt man laut eines von der Zeitschrift Die Welt regelmäßig erstellten Rankings der 500 größten deutschen Unternehmen auf Platz 226 (2008). ▪ -fe

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