Meinerzhagener Freibad

Frühjahrsputz: An der Oststraße stehen die Zeichen schon auf Saisonstart!

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Im Freibad an der Oststraße wird alles für die neue Saison vorbereitet.

Meinerzhagen - Was für den heimischen Garten oder den Balkon gilt, ist auch im Meinerzhagener Freibad Pflicht. Bevor die Saison startet, ist auch im und um das große Becken an der Oststraße Frühjahrsputz angesagt.

Gummistiefel gehören für Sabine und Armin Langemann im Augenblick sozusagen zur „Dienstkleidung“. Seit Beginn der Woche sind die Meister für Bäderbetriebe mit der Reinigung des Beckens beschäftigt – eine Mammutaufgabe. 

Denn auch wenn das Becken nach der ersten Behandlung mit Schlauch und Hochdruckgerät schon „blitzblank“ wirkt, winkt Armin Langemann ab: „Nein, wir sind noch lange nicht fertig.“ 

„Wir haben das Ganze noch dreimal vor der Brust“, ergänzt seine Frau. Ein Wisch – und der Schmutz ist weg, das gilt beim Frühjahrsputz im Freibad eben nicht. Die gründliche Grundreinigung ist das A und O vor dem Saisonstart.

Wunschtermin für die Öffnung ist wieder der 1. Mai

Das „Freibadjahr“ hat für Armin und Sabine Langemann bereits am 1. März begonnen. „Seitdem sind wir mit den Vorbereitungen beschäftigt“, berichtet Armin Langemann. 

Bis zum 1. Mai, so das jährlich anvisierte Datum, soll alles startklar sein für die Badegäste. Wann das Freibad tatsächlich geöffnet wird, hängt allerdings wie immer von der Wetterlage im vergleichsweise kühlen Sauerland ab.

Zehn bis zwölf Stunden lang fließt das Wasser ab

Das Großreinemachen im Frühjahr betrifft natürlich auch die Gehwege und das Gelände rund ums Becken. Beides wurde nach den Wintermonaten als erstes auf Vordermann gebracht. 

Das Wasser im Becken wird ebenfalls erst im Frühjahr ausgetauscht. „Wir überwintern feucht“, erklärt Armin Langemann. Bevor das Wasser in die Volme abgelassen wird, werden ph-Wert und Sauerstoffgehalt vom Landesamt für Natur und Umweltschutz überprüft. Zehn bis zwölf Stunden dauert es, bis auch der letzten „Tropfen“ abgeflossen ist. 

So lange bleiben Armin und Sabine Langeman allerdings nicht untätig: „Sobald der Nichtschwimmerbereich frei ist, nehmen wir ein C-Rohr und beginnen mit der Reinigung der Beckenwände.“ So soll verhindert werden, dass Algenansätze am Becken „festbacken“.

Blätter, Blätter - und kein Ende in Sicht...

Ein weiteres Problem ist das Laub, das sich während der letzten Monate im Wasser angesammelt hat. Insgesamt 15 Säcke mit Blättern wurden bereits von den Mitarbeitern des Meinerzhagener Baubetriebshofes abtransportiert. 

Nach der Vor-Reinigung erfolgt schließlich die dreifache Grundreinigung. Mit saurem Reinigungsmittel werden mineralische Verkrustungen wie Kalk beseitigt, die alkalische Reinigung entfernt Öle und Fette, ehe zum guten Schluss neutraler Reiniger zum Einsatz kommt. 

Beckenwände und Boden werden abschließend mit Desinfektionsmittel behandelt – damit soll auch die Bildung von Algenansätzen verzögert werden.

So lange dauert es, bis das Becken wieder voll ist

Acht bis zwölf Tage dauert es, bis das Schwimmbecken wieder mit dem „kühlen Nass“ gefüllt ist – zum großen Teil aus einer nahen Quelle. Immerhin 2320 Kubikmeter Wasser laufen allein ins Becken – das braucht seine Zeit. 

Währenddessen erfolgt auch die Grundreinigung des Schwallwasserbehälters. Filteranlage und Wasseraufbereitung werden ebenfalls für die Inbetriebnahme vorbereitet. 

Kühl ist das Wasser zunächst tatsächlich. Sechs Grad beträgt die Temperatur zunächst. Das Aufheizen auf 14 bis 15 Grad gelinge recht zügig. Zum Schwimmen ist das jedoch immer noch zu kalt. Wenn die ersten Badegäste kommen, sollen sie sich im 21 Grad warmen Wasser vergnügen können. Für die richtige Temperatur sorgt zum einen die Absorberanlage, vier Tage vor der Eröffnung wird zusätzlich aber auch Heizungswärme genutzt. 

Der Maulwurf war diesmal nicht so "fleißig"

„Wenn die ersten Schwimmer kommen, wollen sie ihre Runden im Wasser drehen“, weiß Armin Langemann. Um sich auf der Wiese bequem in die Sonne zu legen, sei es meistens noch zu kühl. 

Planschbecken und Liegewiese spielten daher zunächst eine untergeordnete Rolle: „Da gehen wir ran, sobald alles andere fertig ist.“ 

Armin Langemann ist dabei froh, dass ein „Besucher“ diesmal nicht für solch erhebliche Probleme gesorgt hat, wie in der Vergangenheit schon des öfteren: „Der Maulwurf war diesmal nicht so aktiv“, meint der Bäderexperte mit Blick auf die große Liegewiese, auf der zwar auch in diesem Frühjahr zahlreiche Erdhügel zu finden sind, „das ist allerdings harmlos im Vergleich zu den Vorjahren“. 

Die Geräte des Baubetriebshofes werden dennoch auf dem weitläufigen Areal zum Einsatz kommen, um die Liegefläche für die Freibadgäste herzurichten und die Hinterlassenschaften der Wühler zu entfernen, damit den kleinen und großen Besuchern einem ausgiebigen Aufenthalt im heimischen Freibad in wenigen Wochen nichts im Wege steht.

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