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Nach Pandemie-Pause lodern die Osterfeuer wieder

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Von: Klaus Schliek

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Lichterloh brannte das aufgeschichtete Holz auf dem Platz an der Listerhalle.
Lichterloh brannte das aufgeschichtete Holz auf dem Platz an der Listerhalle. © Klaus Schliek

Nach der durch die Pandemie bedingten zweijährigen Auszeit war die Lust auf die traditionellen Osterfeuer riesengroß. Dort, wo Vereine, Nachbarschaften oder Freundeskreise ihre Reisighaufen aufgeschichtet hatten, herrschte am Karsamstag großer Andrang.

Meinerzhagen – Dazu drei rundum gelungene Beispiele: Für Eseloh, mit seinen 17 Wohnhäusern hoch über dem Listertal gelegen, ist das Osterfeuer der Kitt, der die Gemeinschaft zusammenhält. Vater Helmut und Sohn Christoph Rötelmann gehören zu den Osterfeuer-Organisatoren. Letzterer entzündete am Samstagabend bei Einbruch der Dämmerung den großen Reisighaufen.

Abends war dann alles perfekt: Das Feuer zündete schnell durch und wärmte unter dem klaren Vollmond-Himmel die Eseloher und ihre Gäste. Es gab Bratwurst und Pommes. Auch an passenden Getränken herrschte kein Mangel. Nach dem Osterfeuer geht es als nächstes in Eseloh um das gemeinsame Aufstellen des Maibaums.

Viele Helferinnen und Helfer

„Real Hösinghausen“, früher Freizeitfußballclub und heute rühriger Dorfverein, war am Samstag Ausrichter des Osterfeuers in der Siedlung an der Landstraße 539 kurz vor Valbert. Auch hier hatten im Vorfeld ganz viele Helferinnen und Helfer mit angepackt. Teils kräftiges, altes Holz kam zum Einsatz, so dass die Wärme lange anhielt. Das war richtig so, denn am späten Abend wurde es doch empfindlich kalt.

Ob Wanderung, Tagesfahrt oder das Pömpel-Wettschießen kurz vor dem Valberter Schützenfest: Die Bürger aus Hösinghausen organisieren über das Jahr eine Reihe von munteren Gemeinschaftsaktionen. Und aktuell ist besonders viel los, denn „Real Hösinghausen“ kann das 40-jährige Bestehen feiern.

Zur größten Veranstaltung am Karsamstag entwickelte sich das Osterfeuer auf dem Bolzplatz in Wiebelsaat. Veranstalter war wie gewohnt die Löschgruppe Lengelscheid der Freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung von Oliver Schröder und Andre Seuthe,

Feuerwehr bewirtet Gäste

Angesichts fehlender Alternativen schauten dieses Mal auch Bürger aus dem Innenstadtbereich in Wiebelsaat vorbei. Die Blauröcke waren aber in Sachen Verpflegung optimal vorbereitet, so dass schnell gute Stimmung auf dem Gelände vor dem lodernden Feuer aufkam. Einen ähnlich guten Besuch wünschen sich die Wehrleute auch am 27. und 28. August. Dann wird am Gerätehaus in Lengelscheid das Sommerfest gefeiert.

Draußen das riesige Osterfeuer, in der Halle die heißen Beats von DJ Dave Curtis: Am ersten Osterfeiertag ließ es der Prinzenclub im Schützenverein Zur Listertalsperre so richtig krachen. Diese fröhliche und lautstarke Vertreibung des Winters machte den überwiegend jungen Besucherinnen und Besuchern viel Spaß.

Das Prinzen-Team um den Vorsitzenden Patrick Licht hatte das Fest an und in der Listerhalle optimal vorbereitet. „Als es in den letzten Tagen ums Holzsammeln und Aufschichten ging, haben wirklich alle mit angepackt“, lobte Patrick Licht die Jungschützen. Ein besonderes Dankeschön ging an Etienne Mourmaux, der einen Bagger für den Aufbau des großen Holzstapels bereitstellte.

Eine echte Feuerschau

Um 20.30 Uhr am Sonntagabend war es dann soweit: An der weiträumigen Absperrung fanden sich viele Schaulustige ein. Der Sicherheitsabstand zum Feuer machte Sinn, denn das von Paul und Elias Theobald sowie Nicklas und Lukas Alschner vorbereitete Anzünden wurde zu einer echten Feuerschau. Viele Gäste erfreuten sich am Feuerschein, so dass DJ Dave Curtis in der Halle ein wenig auf sein tanzfreudiges Publikum warten musste. Die Fläche vor der Bühne füllte sich dann aber schnell – schließlich blieb in der Halle kein Platz mehr frei. Für den perfekten Sound und die Lightshow sorgte Dirk Rufeger von der Valberter Rockfabrik.

Natürlich fehlte es nicht an der passenden Verpflegung. André Kattwinkel, mit der Gaststätte zur Listertalsperre der Vereinswirt der Hunswinkeler Schützen, versorgte die Gäste aus seinem Imbisswagen heraus mit Bratwurst, Fritten und Crêpes. Den Getränkeverkauf übernahmen die Aktiven des Prinzenclubs. So wurde fröhlich bis in den frühen Montagmorgen hinein gefeiert.

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