Hochzeitswäldchen auf den Ihnewiesen

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Kurt Huter (links) und Fred Oehm wünschen sich ein Hochzeitswäldchen auf den Ihnewiesen. ▪

VALBERT ▪ Im Hintergrund rauscht der Ihnebach, ein laues Lüftchen bewegt die Blätter der Ahornbäume und die Sonne lacht auf ein glückliches Hochzeitspaar, das – Spaten in der Hand – gemeinsam ein Bäumchen pflanzt. Als Symbol für das (im Idealfall) lebenslange Versprechen, stets füreinander da zu sein. Diese Vision könnte noch in diesem Jahr wahr werden.

Jedenfalls wenn es nach den Vorstellungen des Valberter Ortsvorstehers Fred Oehm und seines Bekannten Kurt Huter aus Wilkenberg geht. Denn: Beide planen ein Projekt, für das sich die bald neu gestalteten Ihnewiesen im Kern des Ebbedorfes ihrer Meinung nach geradezu anbieten: ein Hochzeitswäldchen. Natürlich muss vorher noch Werbung in dieser Angelegenheit betrieben werden. Denn: Zunächst gilt es, städtische Ausschüsse, den Rat und die Meinerzhagener Verwaltung von der Idee zu begeistern. Doch da sind die beiden „Motoren“ des Projektes zuversichtlich: Schließlich würden Naturschutz, Naherholung und praktischer Nutzen vereint.

Im Frühjahr/Sommer sollen die Ihnewiesen parkähnlich hergerichtet sein, inklusive der renaturierten Ihne. Dann könnte auch das Hochzeitswäldchen bereits zur Verfügung stehen. Kurt Huter ist passionierter Imker. Und gerade deshalb möchte er erreichen, dass sowohl das Hochzeitswäldchen als auch der ganze „Ihnepark“ mit Pflanzen bestückt werden, die für Bienen sehr wichtig sind. „Linde, Ahorn und Sal-Weide kommen dafür in Frage“, erläutert Huter, der auch bereit ist, Setzlinge zu spenden. Einige seiner insgesamt 15 Bienenvölker mit etwa einer halben Millionen Tieren haben ihren Standort nur etwa 500 Meter entfernt von den Ihnenwiesen. Bei einem Aktionsradius von cirka zwei bis drei Kilometern würden sie auf den Ihnewiesen ein ideales Terrain zum Nektarsammeln vorfinden. „Es müsste auch niemand Angst haben, gestochen zu werden. Die Bienen sind harmlos. Die Tiere, die im Sommer an unserem Pflaumenkuchen interessiert sind, sind Wespen“, erläutert Huter, warum Bienen überall eine Bereicherung sind. Und Befürchtungen, dass die ebenfalls vorgesehenen Sträucher mit ihren roten Beeren eine Gefahr für Kinder darstellen, müsse auch niemand haben, betont Huter. „Wir pflanzen nur an, was keine giftigen Früchte trägt“, informiert er.

Das Hochzeitswäldchen soll – vom Piepenströtken aus betrachtet – im hinteren Bereich des Geländes bepflanzt werden. Nach Vorstellungen von Oehm und Huter soll es eine Fläche von etwa 100 bis 200 Quadratmetern umfassen. „Und damit es zu Beginn dort nicht ganz kahl aussieht, denken wir über eine Anfangsbepflanzung nach“, erläutert der Valberter Ortsvorsteher. ▪ beil

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