Genug Winterfutter für die Kühe

Nach den Dürre-Jahren folgt jetzt eine gute Ernte

Ortslandwirt Karl-Wilhelm Biewald konnte in diesem Jahr genügend Winterfutter für seine Kühe ernten.
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Ortslandwirt Karl-Wilhelm Biewald konnte in diesem Jahr genügend Winterfutter für seine Kühe ernten.

Ortslandwirt Karl-Wilhelm Biewald war in den letzten drei Jahren Kummer gewohnt.

Meinerzhagen – Die außergewöhnlich langen Trockenperioden haben ihn hart getroffen. Für seine 80 Milchkühe und die 50 Stück Jungvieh musste er beispielsweise im Oktober 2018 sage und schreibe 105 Tonnen Mais-Silage – das entspricht vier Lastwagen-Ladungen – als Winterfutter zukaufen. Der Grund: Statt der mitunter möglichen fünf Grasschnitte waren damals nur zwei ergiebige Schnitte möglich. Viel zu wenig. Doch in diesem Jahr ist die Situation für ihn eine ganz andere: „Unsere Futtersilos sind voll. Jetzt machen wir nur noch Rundballen“, erläutert der Landwirt.

Vierter Grasschnitt steht bevor

Der vierte Grasschnitt in diesem Jahr steht bei Karl-Wilhelm Biewald demnächst an. „Theoretisch wären wohl auch fünf Schnitte möglich. Im Vergleich zu den trockenen Jahren ist das hammerhart. Zukaufen muss ich in diesem Jahr kein Futter, alle Ecken sind bei uns damit voll“, erläutert der zufriedene Meinerzhagener Landwirt. Für ihn bedeutet die gute Futter-Ernte auch ein große finanzielle Entlastung: „2019/2020 musste ich etwa 20 000 Euro für den Zukauf von Futter investieren“, erinnert sich der Ortslandwirt.

Allerdings macht Biewald doch noch eine kleine Einschränkung, was dieses Jahr betrifft: „Eigentlich ist der erste Schnitt derjenige, der die beste Qualität hat und die größte Menge ergibt. Das war 2021 nicht so, durch die kühle und feuchte Witterung.“ Auswirkungen auf den ausgezeichneten Futterbestand hat das diesmal allerdings nicht.

35 Cent für einen Liter Milch

Momentan bekommt Karl-Wilhelm Biewald etwa 35 Cent für einen Liter Milch. „Ein paar Cent mehr, das wäre schön“, hofft Karl-Wilhelm Biewald, dass die Preise für sein Endprodukt bald etwas anziehen. Doch auch so ist er nicht komplett unzufrieden: „Zu Beginn des Jahres lag der Preis noch bei gut 30 Cent pro Liter“, berichtet er.

Wie sich das Wetter in den kommenden Jahren entwickeln wird, kann auch Karl-Wilhelm Biewald natürlich nicht sagen. Mehren sich die Trocken-Sommer, würde es für sein Geschäft vielleicht schwierig. Der Landwirt denkt dabei zurück an die Jahre vor 2018: „Früher ist eigentlich nie ein Grasschnitt ausgefallen.“ 2021 jedoch lief für Biewald wieder deutlich besser: „Dieses Jahr war die große Wende“, bilanziert er.

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