Freude und Anerkennung

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Viel Freude und Anerkennung erntete Organist Dmitri Grigoriev am Sonntag nach einem außergewöhnlichen Konzertauftritt in der Jesus-Christus-Kirche in Meinerzhagen.

Meinerzhagen - Viel Freude und Anerkennung erntete Organist Dmitri Grigoriev am Sonntag nach einem außergewöhnlichen Konzertauftritt in der Jesus-Christus-Kirche in Meinerzhagen.

Der Kantor des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg hatte auf Einladung des Kulturvereins KuK ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, dessen Eröffnung eigentlich ein Orchesterwerk des Russen Nikolai Rimski-Korsakow war: Dmitri Grigoriev bearbeitete zwei Sätze aus dessen Suite „Scheherazade“ für Orgel und leitete damit die Gedanken aus dem kalten Winter in den warmen und märchenhaften Orient der „Geschichten aus tausend und einer Nacht“. Die sinfonische Suite op. 35 gehört zu den bekanntesten Werken von Nikolai Rimski-Korsakow - die prägnanten Melodien von „Das Meer und Sindbads Schiff“ sowie „Der Prinz und die junge Prinzessin“ waren deshalb nicht unvertraut. Von Mikhail Glinka folgte eine „Fuge à Trois für Orgel“.

Der Franzose Gabriel Fauré war 1898 der erste einer Reihe von Tonsetzern, die Musik zu einem Theaterstück des Symbolisten Maurice Maeterlinck komponierten. Pelléas und Mélisande inspirierte vier Jahre später Claude Debussy zu seiner gleichnamigen Oper. Arnold Schönberg folgte mit einer sinfonischen Dichtung, Jean Sibelius komponierte wie Fauré eine Schauspielmusik und eine daraus entstandene Orchestersuite. Eine solche stellte auch Gabriel Fauré aus seiner Schauspielmusik zusammen. Dmitri Grigoriev spielte aus dieser Suite die „Sicilienne“.

Gewaltig kam schließlich der erste Satz einer „Improvisierten Symphonie“ daher, die der Kreiskantor der Erinnerung an Pierre Pincemaille gewidmet hatte. Der Komponist und Titularorganist der Basilika Saint-Denis, Ursprung der Gotik und Grablege der französischen Könige, war am 12. Januar 2018 im Alter von nur 61 Jahren gestorben. Der erste Satz, das „Grave Allegro“, ließ etwas von der Klanggewalt in einer großen Kathedralkirche ahnen. Die weiteren drei Sätze boten einen weiteren abwechslungsreichen Durchgang durch die Klangmöglichkeiten der Schuke-Orgel.

Für den kraftvollen Beifall bedankte sich Dmitri Grigoriev schließlich mit einer Choralimprovisation und einer kleinen Komposition von Wolfgang Amadeus Mozart mit einem ungewöhnlichen Titel: „Andante für eine Walze in eine kleine Orgel“.

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