Kontrollgänge

Ordnungsamt zeigt Präsenz

Zwei Ordnungsamtsmitarbeiter auf dem Wochenmarkt
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Kontrollrundgang auf dem Markt: Für die Mitarbeiter des Ordnungsamtes an Markttagen üblich.

Freitagmorgen. Herbsttristesse und Nieselregen. Trübe Aussichten auch auf dem Markt.

Meinerzhagen - Es ist, zumindest am späten Vormittag, nicht besonders viel los. Ob es am Wetter liegt? An den Ferien? Oder an der Angst vor Corona? Die Marktbesucher, die über den Otto-Fuchs-Platz schlendern, tragen Maske – seit gestern wieder Pflicht auf dem Wochenmarkt. „Die Leute halten sich dran“, lobt Marktmeister Thomas Schwan, der mit seinem Ordnungsamtskollegen ebenfalls unterwegs ist.

Kontrollen werden verstärkt

Präsenz zeigen – das A und O in diesen Tagen, an denen die Infektionszahlen so schnell in die Höhe steigen. Im Märkischen Kreis gilt inzwischen „Gefährdungsstufe 2“. Die damit verbundenen verschärften Corona-Regeln bedeuten für die Mitarbeiter des Fachdienstes Ordnung auch mehr Kontrollen. „Wir haben die gesamte Zeit über kontrolliert, werden unsere Kontrollen in den nächsten Tagen jedoch verstärken“, kündigt Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz an. Die Stadt Meinerzhagen werde insbesondere die Einhaltung der Sperrstunde überprüfen. Um 23 Uhr müssen die heimischen Gastronomen „dicht“ machen, darauf sind sie seitens der Stadt bereits hingewiesen worden. „Es geht doch am besten Miteinander“, steht auch für Thomas Schwan fest, dem es zusammen mit seinen Kollegen obliegt, die Umsetzung der Allgemeinverfügung sicherzustellen.

Bei der Einhaltung der nun geltenden Vorschriften hofft daher auch Heinz-Gerd Maikranz weiterhin auf Akzeptanz angesichts der allgemein stark ansteigenden Zahlen: „Ich glaube auch nicht, dass es Probleme gibt. Wir sind in Meinerzhagen. Da kennt man sich.“

Dennoch werde verstärkt darauf geachtet, dass „im öffentlichen Raum“ nicht mehr als fünf Personen zusammentreffen. Nicht nur in der Innenstadt sind die Mitarbeiter des Ordnungsamtes unterwegs, bekannte Treffpunkte werden ebenso angesteuert.

„Und dann gibt es noch die Zahl 100“, weist Maikranz auf Veranstaltungen hin, die diese Teilnehmerzahl ohne genehmigtes Hygienekonzept nicht überschreiten dürfen. Für private Feiern gilt die dringende Empfehlung der Landesregierung, diese zu reduzieren. Kontrollen werde es daher auch in Meinerzhagen nicht geben.

Anzahl der Mitarbeiter erhöht

Um der Überprüfung aller Vorgaben der Gefährdungsstufe 2 nachzukommen, werde die Anzahl der Mitarbeiter des Fachbereichs erhöht. „Wir werden auch bei Kollegen anderer Fachdienste anfragen“, hofft der Fachbereichsleiter auf positive Rückmeldung, um den Anforderungen gerecht werden zu können. Dabei wird weiterhin darauf gehofft, dass sich die positiven Erfahrungen und die Akzeptanz, die in der Vergangenheit bereits vorhanden war, fortsetzen.

Auf einen Maskenverweigerer sei er noch nicht getroffen, berichtet auch Thomas Schwan. Lediglich zu Beginn der Pandemie habe man den ein oder anderen auf die Maskenpflicht hinweisen müssen, und es habe auf dem Markt auch mal den Einwand gegeben, dass man doch „an der frischen Luft“ sei. „Aber mittlerweile ist das gut eingespielt. 99 Prozent halten sich an die Maskenpflicht.“

Beim Rundgang über den Markt fällt auch auf: Wer hier einen Bekannten trifft und für eine kurze Unterhaltung stoppt, hält Abstand. „Man muss ja wenigstens hier miteinander sprechen“, sagt eine Frau. „Woanders sieht man sich doch nicht mehr.“

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